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AUSBLICK/UBS Q1: Konzernergebnis von durchschnittlich 1'962 Mio CHF erwartet

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 14:45 publiziert

Zürich (awp) - Die UBS AG veröffentlicht am Dienstag, 4. Mai, das Geschäftsergebnis zum ersten Quartal 2010. Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
Q1 10E
(In Mio CHF) AWP-Konsens Q4 09A Q1 09A
Konzernergebnis 1'962 1'205 -1'975
-Investment Banking* 1'239 297 -3'162
-WM&Swiss Bank* 1'076 1'109 1'077
-WM Americas* 137 178 -35
-Asset Management* 163 284 -59
(In Mrd CHF)
Verwaltete Vermögen 2'249 2'233 2'182
(In %)
Tier-1-Ratio 15,7 15,4 10,5
*Gewinn vor Steuern
FOKUS: Das Institut hat bereits im Vorfeld der Generalversammlung vom 14. April mit vorläufigen Zahlen für das Quartal die Katze aus dem Sack gelassen und so der Ergebnisveröffentlichung die Spannung genommen. Für das erste Quartal 2010 rechne die UBS mit einem Vorsteuergewinn von mindestens 2,5 Mrd CHF nach 888 Mio CHF im Vorquartal, hiess es damals. Die Analysten gehen nun davon aus, dass der Bank auch unter dem Strich eine deutliche Gewinnsteigerung gelungen ist. Bereits im vierten Quartal 2009 hatte die Bank - nach vier Quartalen mit roten Zahlen in Folge - erstmals wieder einen Konzerngewinn (1,2 Mrd CHF) erwirtschaftet
Grundlage für die Gewinnsteigerung ist die Investment Bank, respektive deren Bereich FICC (Fixed Income, Currency and Commodities). Zu dessen Erträgen gab die UBS aufgrund von Spekulationen in den Medien ebenfalls eine Richtgrösse ab. Auf Basis der letzten Prognose würden die Erträge leicht unter den in den Medien kolportierten 2,3 Mrd USD ausfallen, teilte die Bank Ende März mit. Dieses Ergebnis könnte aufgrund möglicher Fair-Value-Berechnungen - einschliesslich der Bewertung eigener Verbindlichkeiten - noch angepasst werden, hiess es weiter. Im letzten Jahresviertel 2009 hatte der Bereich FICC Erträge von lediglich 496 Mio CHF generiert.
Aufgrund dieser starken Entwicklung gehen die Analysten davon aus, dass - unter Ausklammerung von unerwarteten sonstigen Faktoren - das Vorsteuerergebnis der Investment Bank jenes des vierten Quartals von +297 Mio CHF deutlich übertroffen wird.
Die Grossbank lüftete den Schleier auch bezüglich einer weiteren wichtigen Komponente für die Ertragsentwicklung, dem so genannten Nettoneugeld. Laut UBS sind im ersten Quartal in allen Unternehmensbereichen die Neugeldabflüsse gegenüber dem vierten Quartal 2009 "erheblich" zurückgegangen. Die Nettoabflüsse sollen so im ersten Quartal 2010 im Bereich Wealth Management & Swiss Bank ca. 8 Mrd CHF, im Wealth Management Americas 7 Mrd CHF und im Global Asset Management 3 Mrd CHF betragen. Für die Marktbeobachter stellte dies eine positive Überraschung dar, waren die Konsenserwartungen im Februar noch von Abgängen von insgesamt 25 Mrd CHF ausgegangen.
Im vierten Quartal 2009 musste das Institut im Wealth Management & Swiss Bank noch einen Abfluss von Kundengeldern im Umfang von 33,2 Mrd CHF und im Wealth Management Americas von 12,0 Mrd CHF hinnehmen. Im Global Asset Management beliefen sich die Rückgänge auf netto 11,0 Mrd CHF. Per saldo addierte sich der Neugeldabfluss im vierten Quartal auf 56,2 Mrd CHF und im Gesamtjahr 2009 auf 147,3 Mrd CHF.
ZIELE: Die UBS präsentierte Mitte November ihre mittelfristigen Ziele anlässlich eines Investorentags. Danach strebt die Bank in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren einen Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF an. Gleichzeitig will die Bank eine Cost/Income-Ratio von 65 bis 70% und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 15 bis 20% erarbeiten.
Im Wealth Management hat sich die Bank ausserdem über eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren eine Zuwachsrate im Neugeld von 5% der verwalteten Vermögen pro Jahr zum Ziel gesetzt.
PRO MEMORIA: Noch nicht abzusehen sind die Konsequenzen, die sich aus den vielfältigen regulatorischen Bestrebungen verschiedener Staaten auf das Geschäft der UBS ergeben werden: Unter anderem will der Bundesrat Massnahmen gegen die Lohnexzesse in der Finanzbranche ergreifen und im Herbst eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung schicken. Zumindest bezüglich des von der SNB und der Finanzaufsicht (Finma) verschärften Liquiditätsregimes droht der Bank kein Ungemach, da sie diese Vorgaben bereits heute erfüllt.
Offen ist auch noch, ob und wenn ja mit welchen Auflagen das Parlament dem Amtshilfeabkommen mit den USA zur Beilegung des Streits um UBS-Bankdaten, zustimmen wird.
Ungewiss ist weiterhin, ob sich unter den gestohlenen Daten, die der deutschen Regierung zugespielt wurden, auch solche von UBS-Kunden befinden.
Homepage: www.ubs.com
sig/dl

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