Navigation

Aussenhandels-Bilanz hebt ab

Schweizer Produkte waren in den letzten Monaten stark gefragt im Ausland. Keystone

In den ersten neun Monaten des Jahres hat die Schweizer Aussenhandels-Bilanz einen Überschuss von mehr als 7 Mrd. Franken ausgewiesen – das beste Resultat seit vier Jahren.

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2004 - 11:31 publiziert

Verantwortlich dafür waren die Ausland-Konjunktur und eine grössere Nachfrage im Inland.

Laut der eidgenössischen Zollverwaltung haben die Maschinen- und Elektronik-Industrie sowie die Chemie stark zugelegt. Der Handelsbilanz-Überschuss stieg insgesamt um 62,2% auf 7,1 Mrd. Franken. Das ist ein Rekord in den vergangenen vier Jahren.

Die Exporte legten bis im September dieses Jahres nominal um 9,7% auf 105,2 Mrd. Franken zu. Teuerungsbereinigt nahmen die Ausfuhren um 5,3% zu.

Maschinen und Vitamine

Alle Branchen konnten mehr exportieren. Die wichtige Maschinen- und Elektronik-Industrie konnte real um 7% zulegen und verkaufte Waren im Wert von über 224 Mrd. Franken.

Besonders gefragt waren Telekommunikations-Mittel, Kühl-Systeme und Heizungen sowie Maschinen für die Metall-Bearbeitung.

Die Chemie-Industrie verkaufte 2,7% mehr und exportierte Produkte für fast 38 Milliarden. Arzneimittel, Vitamine und Diagnostika konnten hier vor allem zulegen.

Mehr Absatz für Luxus-Güter

Am stärksten zugelegt hat die Metallindustrie mit einem Plus von 9%. Die Nahrungs- und Genussmittel-Industrie konnte 8,9% mehr ins Ausland verkaufen.

Auch die Uhren-Industrie und der Luxus-Bereich von Bijouterie und Juwelierwaren legten real um 6,8 respektive 5,9% zu.

Deutlich weniger schwungvoll verlief das Exportgeschäft dagegen für die Bekleidungsindustrie sowie die Papier- und die Grafische Industrie. Die Ausfuhren der Textilindustrie stagnierten.

Deutschland und USA flau, China und Russland top

Etwas weniger stark als die Exporte entwickelten sich die Importe. Sie nahmen nominal um 7,2% und real um 6,3% auf rund 98,1 Mrd. Franken zu.

Die Schweiz hat in den letzten neun Monaten aus fast allen Wirtschaftsräumen mehr importiert als in der Vergleichsperiode.

Aus China wurde fast ein Viertel mehr importiert. Um fast gleich viel stiegen die Import aus dem neuen EU-Land Polen an.

Als eher flau bezeichnet die Zollverwaltung hingegen das Exportgeschäft mit Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Auch in Japan und in den USA waren eher mässige Exporterfolge zu vermelden.

Stark zugenommen hat die Nachfrage dagegen aus den Transformations-Ländern Rumänien, China und Russland sowie aus den Schwellenländern Malaysia, Südkore, Mexiko, Türkei und Brasilien.

Schweizer wollten keine Autos

Zweistellig steigerte die Schweizer Wirtschaft die Einfuhren von Investitionsgütern.

Am stärksten nahmen die Importe von Luft- und Schienenfahrzeugen, nichtelektrischen Krafterzeugungsmaschinen, Übermittlungsapparaten, Heiz- und Klimaanlagen sowie Handwerkzeugmaschinen zu.

Nur halb so stark wie die Gesamteinfuhr fiel das Wachstum bei den Konsumgütern aus. Gefragt waren besonders Unterhaltungs-Elektronik und Wohnungs-Einrichtungen.

Weniger begeistern konnten sich die Schweizerinnen und Schweizer für neue Autos: Der Import von Personenwagen stieg wertmässig um weniger als ein Prozent.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Importe in den vergangenen neun Monaten nahmen nominal um 7,2% und real um 6,3% zu.

Die Exporte in derselben Periode nahmen nominal um 9,7% und real um 5,3%

End of insertion

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.