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MÜNCHEN (awp international) - Die Automobilindustrie hofft nach ihrer schweren Krise vor allem dank der boomenden Märkte in Asien und dem Trend zu alternativen Antrieben auf neue goldene Zeiten. "Die beste Zeit des Autos kommt noch", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Freitag auf einer "Handelsblatt-Tagung" in München. "Nicht trotz, sondern wegen des Umbruchs in unserer Branche." Es gelte, die Chancen zu nutzen, die die neuen Absatzmärkte und die Umweltaspekte böten.
Dass sich die deutschen Hersteller nach 2008 und dem Horrorjahr 2009 so rasch wieder erholen würden, habe er selbst nicht erwartet, sagte Zetsche. Zwar berge die wirtschaftliche Erholung nach wie vor Risiken. "100-prozentige Sicherheit gibt es natürlich nicht", sagte Zetsche. Es zeichne sich aber ab, dass es weiter aufwärtsgehen werde. Die ersten Monate des Jahres seien gerade für die deutschen Premiumhersteller besonders erfolgreich gewesen.
"Auch das Gesamtjahr 2010 könnte eines der besten Jahre in der Geschichte des Automobils werden", sagte Zetsche. Nach den kräftigen Zuwächsen könne möglicherweise der Juni ein Rekordmonat für Daimler werden, sagte der Konzernchef. Zahlen zum Absatz im vergangenen Monat wollen die Stuttgarter in der kommenden Woche vorlegen. "Premium entwickelt sich derzeit besonders dynamisch", sagte Zetsche. Auch die Rivalen von BMW und Audi legten in den vergangenen Monaten wieder zu.
Vor allem die wachsende Nachfrage in Asien treibe das kräftige Wachstum der Nobelmarken. "China kommt dabei eine Schlüsselrolle zu", sagte Zetsche. Das gelte auch für künftige Entwicklungen, die den Automobilbau grundlegend verändern würden. Daimler arbeitet unter anderem mit dem chinesischen Hersteller BYD bei Elektroautos zusammen.
Das Reich der Mitte ist mittlerweile der grösste Automobilmarkt der Erde und gerade die schweren deutschen Luxuswagen erfreuen sich dort grosser Beliebtheit und bescheren den Herstellern zudem grosse Gewinnspannen. Audi verkaufte allein in den ersten sechs Monaten in China mehr als 100.000 Fahrzeuge und will in diesem Jahr die Marke von 200.000 Autos knacken. BMW verkaufte im gleichen Zeitraum 75.615 Wagen und will im Gesamtjahr auf mehr als 120.000 Fahrzeuge kommen.
Die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Antriebe berge aber auch enorme Herausforderungen, sagte Zetsche. So müsse weiter an modernen Verbrennungsmotoren gearbeitet werden, obwohl diese langfristig nicht bestehen werden. Zugleich müsse an anderen Antrieben geforscht werden, obwohl diese zunächst wirtschaftlich wenig lohnend sein würden. Opel-Chef Nick Reilly sagte, es müssten vor allem technische Schwierigkeiten gelöst werden. Dazu zählten das Gewicht der Batterie, die Kosten und die Dauer für die Aufladung der Stromspeicher.
sbr/DP/ang

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