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Autoneum H1: Reingewinn von 1,5 Mio CHF - Starker Franken belastet (AF)

Dieser Inhalt wurde am 29. Juli 2011 - 08:20 publiziert

Winterthur (awp) - Autoneum ist der Schritt in die Freiheit gelungen und hat im ersten Semester 2011 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie viele andere Industriekonzerne litt auch Autoneum unter dem starken Schweizer Franken und hohen Rohstoffkosten. In der zweiten Jahreshälfte sei mit einem saisonal bedingt tieferen Umsatz zu rechnen, die operative Marge soll im Gesamtjahr verbessert werden.
Das Umsatzwachstum in Lokalwährungen betrug 15,4%, der in Schweizer Franken konsolidierte Bruttoumsatz nahm um 0,5% auf 880,6 Mio CHF. Der weltweite Automobilproduktion habe im Vergleich dazu um lediglich 2% zugenommen, teilte der im Mai von Rieter abgespaltene Autozulieferer am Freitag mit.
Der EBITDA nahm um knapp 18% auf 58,5 Mio zu und der EBIT sprang auf 21,6 Mio CHF nach zuvor 4,6 Mio. Autoneum verbesserte das Konzernergebnis in der Berichtsperiode auf 1,5 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 30,8 Mio im Vorjahr. Das den Aktionären zurechenbare Ergebnis ist mit -3,2 Mio CHF allerdings nach wie vor negativ. Mit den Zahlen wurden die Schätzungen (AWP-Konsens) der Analysten knapp verfehlt.
Die deutliche Ergebnisverbesserung wird mit einem tieferen Personalaufwand und reduziertem sonstigem Betriebsaufwand begründet. Vor allem in Europa seien operative Fortschritte erzielt worden. Mindernd hätten sich hingegen steigende Rohstoffpreise, der "Japan-Effekt" und der starke Schweizer Franken ausgewirkt. Die japanischen Hersteller hatten Autoneum zufolge unter den Auswirkungen des Erdbebens vom März 2011 in Japan zu leiden.
Ferner habe deutlich verringerte Bruttoverschuldung eine tiefere Zinsbelastung bewirkt, was sich positiv auf das Finanzergebnis ausgewirkt habe. Dieses sei mit -11,2 Mio CHF mehr als halbiert worden. Die Eigenkapitalquote wird per Mitte Jahr mit "über 30%" beziffert.
Das Wachstum wird mit erfolgreichen Fahrzeugmodellen, namentlich in Nordamerika, überproportionales Wachstum in Asien und eine positive Grundstimmung in den meisten Automobilmärkten begründet. Das grösste Wachstum in lokalen Währungen verzeichneten die Business Group Asia mit +44% und die Business Group North America mit +25% höherem Nettoumsatz.
Autoneum rechnet in der zweiten Jahreshälfte aus saisonalen Gründen mit etwas tieferen Umsätzen, obwohl mit einer Erholung bei den japanischen Kunden zu rechnen sei. Trotz "verschiedener ungünstiger Einflüsse im Marktumfeld" rechne die Gesellschaft aber in Lokalwährungen mit einem Umsatzwachstum über der mittelfristigen Zielsetzung von 4-5%.
Das Unternehmen geht davon aus, die operative Marge im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 zu verbessern und strebt für das Gesamtjahr 2011 ein positives Nettoergebnis an. Autoneum erwarte im zweiten Semester vor allem bei den Business Groups ausserhalb Europas eine Margenverbesserung. Materialpreiserhöhungen sollen durch Weiterverrechnung an die Kunden sowie durch weitere operative Massnahmen so weit als möglich kompensiert werden.
ra/ps

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