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NÜRNBERG (awp international) - Der Kabel- und Bordnetz-Spezialist Leoni hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Die Erlöse stiegen von 2,16 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,96 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit übertraf die im MDax gelistete Gesellschaft sowohl ihre eigene Prognose von rund 2,8 Milliarden Euro als auch die Schätzungen der Analysten.
Händler bezeichneten die Zahlen in ersten Reaktionen als gut. Die Aktie gab zum Handelsauftakt dennoch um gut ein Prozent nach. Ein Marktbeobachter begründete die Kursverluste mit Gewinnmitnahmen.
STARKER ABSATZ IN USA UND CHINA
Zum Anstieg der Erlöse trugen im Schlussquartal neben dem gestiegenen Kupferpreis die höhere Nachfrage aus der Autoindustrie sowie anderen Branchen bei. Besonders stark habe sich der Absatz in den USA sowie den Wachstumsmärkten China und Russland entwickelt.
Vor Zinsen und Steuern erzielte der Konzern ein Ergebnis (EBIT) von 131 Millionen Euro. Das Unternehmen selbst hatte für 2010 ein EBIT von rund 120 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im Zuge der Branchenkrise war 2009 ein Verlust von 116 Millionen Euro aufgelaufen. Auf die Krise hatte Leoni mit Umbaumassnahmen reagiert und tausende Stellen gestrichen. Wegen der steigenden Nachfrage sei in der Zwischenzeit aber wieder Personal aufgebaut worden, sagte ein Sprecher.
KEINE ANGABEN ZUM ÜBERSCHUSS
Angaben zum Überschuss sowie der geplanten Dividendenhöhe machte Leoni bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen noch nicht. Früheren Angaben zufolge soll ein Überschuss von rund 55 Millionen Euro herauskommen. Analysten erwarten im Schnitt eine Dividende von rund 70 Cent. Die vollständige Jahresbilanz will Leoni am 23. März vorlegen.
Für das laufende Jahr bekräftigte das Unternehmen sein Ziel, den Umsatz auf mehr als 3,1 Milliarden Euro steigern zu wollen. Im vergangenen Jahr hatte sich das Unternehmen vorgenommen, mindestens einen ausgeglichenen Free Cashflow zu erzielen. Nun floss der Gesellschaft mehr Geld zu als aus dem Unternehmen abfloss, so dass die Schulden um rund 50 Millionen Euro reduziert werden konnten. Zum Jahresende 2009 betrugen sie 495 Millionen Euro.
'SITUATION IN TUNESIEN UND ÄGYPTEN HAT SICH WEITER VERBESSERT'
Die unsichere politische Lage in Tunesien und Ägypten hat nach Angaben des Unternehmens keine wesentlichen Auswirkungen auf die Leoni-Standorte. "Die Situation hat sich weiter verbessert", sagte ein Sprecher. In Ägypten, wo rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, liege die Anwesenheit in der Produktion wieder bei 100 Prozent. Schwierigkeiten gebe es weiterhin bei der Logistik, weil der Hafen nur mit reduzierten Kapazitäten arbeite. Deshalb steige Leoni teilweise auf Luftfracht um. Insgesamt erwartet der Konzern derzeit keine wesentlichen finanziellen Belastungen durch die Situation in Nordafrika./dct/stb/tw

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