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Basel (awp) - Die Bâloise hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn gesteigert und ist in den meisten Märkten gut gewachsen. Die Basler wollen bis 2012 zu einem der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer Europas aufsteigen und senkten die Kosten bereits im letzten Jahr. Auf der anderen Seite drückten das anhaltend schwierige Marktumfeld mit tiefen Zinsen und der zum Euro starke Schweizer Franken auf die Rechnung.
Der Reingewinn der Bâloise stieg in der Berichtsperiode um 3,7% auf 436,7 Mio CHF, das Vorsteuerergebnis verbesserte sich gar um 8,0% auf 607,2 Mio CHF. Den Aktionären wird an der kommenden Generalversammlung eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 4,50 CHF/Aktie vorgeschlagen. Die Solvabilität sei mit 224 (230)% sehr gut, teilte die Bâloise am Dienstag mit.
FOKUS AUF KOSTENKONTROLLE
Zur Ergebnisverbesserung hat das Programm "Bâloise 2012" einen wesentlichen Beitrag geleistet. Bis 2012 soll mit rund 100 Massnahmen die Ertragskraft dauerhaft um 200 Mio CHF gesteigert werden. Das Programm sei auf Kurs, hielt CEO Martin Strobel an der Bilanzmedienkonferenz fest. Die Initiativen hätten sich bereits mit 92 Mio positiv auf den Gewinn ausgewirkt.
Im Nichtlebengeschäft sank der EBIT trotz "signifikanter" Effizienzgewinne um 0,6% auf 380,3 Mio CHF. Grund dafür waren hohe Kosten für Grossschäden, die sich auf insgesamt 84 Mio CHF summierten und die Combined Ratio mit 2,9 Prozentpunkten belasteten. Die Combined Ratio verschlechterte sich auf 95,2 (VJ 94,4)%.
In der Lebenversicherung wuchs der EBIT um 21,2% auf 182,7 Mio CHF. Nebst "Bâloise 2012" wirkten sich die aufgrund der tiefen Zinsen notwendigen Überschuss-Kürzungen in der Schweiz sowie das bessere Resultat bei den Kapitalanlagen positiv aus. In der Banksparte wuchs der EBIT um 11,3% auf 67,9 Mio CHF.
SINKENDES WRAPPER-VOLUMEN
Die Bruttoprämien blieben mit 6'859,8 Mio CHF (+3,7% in LW) praktisch unverändert, während die Prämien mit Anlagecharakter um 7,7% (-2,9%) auf 2'681,6 Mio CHF zurückgingen. Insgesamt generierte die Bâloise ein um 2,3% (+1,7%) rückläufiges Geschäftsvolumen von 9'541,4 Mio CHF. Den Volumenrückgang begründete Strobel nebst den ungünstigen Wechselkurseinflüssen mit der Abschwächung im Geschäft mit anlagegebundenen Lebensversicherungen (Insurance Wrappers).
Die Wrapper-Produkte für wohlhabende Kunden hätten im Jahr 2009 stark von der italienischen Steueramnestie profitiert. Der Rückgang sei nach dem Boom jedoch weniger stark als erwartet ausgefallen, so Strobel. Der CEO rechnet künftig in diesem Bereich wieder mit Wachstum. Ausserdem schrieb die liechtensteinische Tochter Bâloise Life mit den Wrappern erstmals "schwarze Zahlen".
In der Schweiz avancierten das Kollektivlebengeschäft (+4,5%) und der Vertrieb von sogenannten Variable Annuities zu den Wachstumstreibern, während die Nichtleben-Prämien (+0,4%) seitwärts tendierten. In Belgien wuchs das Volumen (Leben: +8,5%; Nichtleben: +5,2% in LW) respektabel. Die Marktposition wurde mit den Zukäufen von Avéro und Nateus weiter gestärkt. In Luxemburg führte die Integration der Fortis IARD zu Wachstum und auch in Österreich legte die Bâloise über Markt zu. Derweil stagnierte das Geschäft in Deutschland.
ZIELE BESTÄTIGT - NEUER SCHWEIZ-CHEF
Die Ziele für 2012 bestätigten die Basler. Es wird eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15% angestrebt; 2010 lag diese bei 10,4%. Zudem soll die Combined Ratio unter der Marke von 100% gehalten und der Gewinn je Aktie kontinuierlich gesteigert werden.
Derweil kommt es an der Spitze des Schweizer Geschäfts zu einem Wechsel: Michael Müller löst per sofort Olav Noack ab, der nach rund zwei Jahren aus dem Unternehmen ausscheidet. Zum Abgang von Noack hätten "unterschiedliche Auffassungen in Fragen der Führung" geführt, so Strobel.
An der Börse verlieren die Bâloise-Titel gegen 15.10 Uhr um 0,6% auf 94,50 CHF (SMI: +0,01%). Der Versicherer lag mit den Zahlen in etwa in den Erwartungen der Analysten.
mk/dl

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