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(Meldung ausgebaut)
Basel (awp) - Die Bâloise-Gruppe hat den Reingewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nur leicht gesteigert. Währungen, Zinsen und Grossschäden dämpften das Geschäft. Den Aktionären wird entsprechend die Ausschüttung einer unveränderten Dividende vorgeschlagen. Weiterhin will der Versicherer bis 2012 zu einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer Europas werden. Konzernweit strebt er eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15% an.
Der Reingewinn stieg im Bereichtsjahr um 3,7% auf 436,7 Mio CHF, nach Minderheiten waren es 433,4 Mio CHF. Je Aktie belief sich der Gewinn (unverwässert) auf 9,14 (8,64) CHF, wie der Versicherer am Dienstag mitteilte. Es soll eine unveränderte Dividende von 4,50 CHF je Aktie ausbezahlt werden.
Die Bâloise habe im anspruchsvollen Umfeld ihre Ertragskraft weiter gesteigert, sagte CEO Martin Strobel in der Mitteilung. Das Geschäftswachstum sei etwa bei den Kollektivleben-Versicherungen (berufliche Vorsorge) in der Schweiz und in den Märkten Belgien, Luxemburg und Österreich über dem Marktwachstum gelegen. Die Abwertung des Euros zum Schweizer Franken, die tiefen Zinsen sowie die Zunahme der Grossschäden dämpften dagegen die Geschäftsentwicklung.
Die gebuchten Bruttoprämien in der Nichtlebenversicherunge sanken um 2,9% auf 3,045 Mrd CHF, in Lokalwährungen resultierte ein Plus von 2,2%. Die Combined Ratio verschlechterte sich netto auf 95,2 (94,4)%. Das Ergebnis belastet hätten etwa die Unwetterschäden aus dem europäischen Sturmtief Xynthia oder ein Grossbrand in einer Kühlhalle des Fleischverarbeiters Bell in Basel.
Im Lebengeschäft erwirtschaftete die Bâloise ein Geschäftsvolumen - auch dank sogenannten Versicherungs-Wrappers - von 6,50 Mrd CHF (-2%), der Vorsteuergewinn wuchs um 21% auf 182,7 Mio CHF. Während die tiefen Zinsen das vericherungstechnische Ergebnis belastete, profitierte die Sparte von Kostensenkungen, der Kürzung von Überschüssen in der Schweiz sowie von einem besseren Kapitalanlageergebnis.
Der Embedded Value in der Lebensparte sank um 2,3% auf 2,57 Mrd CHF (+2,9% in LW). Die Reduktion um 568 Mio stamme aus der Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds sowie dem schwächeren Euro, so die Bâloise. Operative Erträge trugen 533 Mio CHF zum Embedded Value bei. Der Wert des Neugeschäfts betrug 58,9 Mio CHF. Die Neugeschäftsmarge stieg auf 11,8 (9,3)%.
Die gesamten gebuchten Bruttoprämien der Gruppe beliefen sich mehr oder weniger unverändert bei 6,86 Mrd CHF, in Lokalwährungen wuchsen die Prämieneinnahmen um 3,7%. Rechnet man die Prämien mit Anlagecharakter von 2,68 Mrd CHF noch dazu, beträgt das Geschäftsvolumen 9,54 Mrd CHF (VJ 9,77 Mrd).
In der Schweiz wuchs das Volumen vor allem dank dem Kollektivlebengeschäft um 4,5%. In der Nichtlebensparte verzeichnete die Bâloise im Kranken- und Unfallgeschäft gute Wachstumsraten. Derweil komme in Deutschland die Entflechtung bei den Deutscher Ring Gesellschaften gut voran. Der Businessplan mit den erwarteten Synergieeffekten von jährlich 20 bis 25 Mio EUR sei weiterhin gültig. In den Ländern Belgien und Luxemburg wuchs die Bâloise stark. Auch in Österreich lag der Anstieg über dem Marktwachstum.
Die Banksparte erzielte einen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 67,9 Mio CHF, ein Plus von 11,3%. Dabei hätten sich die Baloise Bank SoBa, die Baloise Asset Management und die Baloise Fund Invest erfreulich entwickelt.
Gut entwickelte sich das Anlageportfolio der Bâloise. Der Nettoertrag stieg für die Versicherten um 14,0% auf 1,93 Mrd CHF, dies entspreche einer Nettorendite von 3,5%. Die wiederkehrenden Erträge betrugen 1,81 Mrd CHF und lagen damit vor allem währungsbedingt leicht unter dem Vorjahreswert. Die Gesamt-Performance (inkl. der nicht erfolgswirksamen Wertveränderungen der Kapitalanlagen) lag mit 3,5% jedoch unter dem Vorjahreswert von 4,9%.
Das Eigenkapital per Ende 2010 lag bei 4,13 Mrd CHF, entsprechend einer EK-Rendite von 10,4 (10,3)%. Die Bâloise weise zudem mit 224 (230)% eine "ausgezeichnete" Solvenzrate auf, heisst es weiter.
Die Bâloise will bis 2012 weiterhin zu einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer Europas werden. Konzernweit strebt sie eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15% an. Bis 2012 will sie zudem mit gezielten Massnahmen zur Effizienzsteigerung einen Gewinnbeitrag von 200 Mio CHF erzielen. 2010 sei bereits ein Beitrag von 92 Mio CHF erreicht worden, heisst es.
Zudem kommt es an der Spitze des Schweizer Geschäfts zu einem Wechsel: Michael Müller löst per sofort Olav Noack ab, der nach rund zwei Jahren aus dem Unternehmen ausscheidet.
mk/uh

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