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Basel (awp) - Die Bâloise-Gruppe hat das Geschäftsvolumen im ersten Halbjahr deutlich ausgeweitet. Dabei hat der Versicherer erneut vom Vertrieb sogenannter Insurcance Wrappers für vermögende Kunden profitiert. Die Profitabilität litt unter den tiefen Zinsen und dem schwachen Euro. In der Nichtlebensparte erzielte der Versicherer aber trotz hoher Grossschäden und dank Kosteneffizienz gute Resultate.
Der Reingewinn ging im ersten Halbjahr erwartungsgemäss um 9% auf 213,5 Mio CHF zurück, denn im Vorjahr profitierte die Bâloise noch von einem einmaligen Steuereffekt. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg hingegen um 4,6% auf 316,1 Mio CHF, wie der Versicherer am Donnerstag mitteilte. Während sich der EBIT in der Nichtlebensversicherung um 19,8% auf 274,8 Mio CHF verbesserte, ging er im Lebengeschäft auf 10,2 (VJ 54,0) Mio CHF zurück.
PROFITABLES NICHTLEBENGESCHÄFT
Die Nichtleben-Sparte habe trotz hoher Schadenlast ein "hervorragendes" Ergebnis erzielt, erklärte CEO Martin Strobel an einer Telefonkonferenz. Immerhin lasteten im ersten Halbjahr Schäden aus Grossereignissen im Umfang von rund 50 Mio CHF auf den Büchern. Im zweiten Halbjahr hätten insbesondere Hagelunwetter eine Schadenbelastung von bis dato 20 Mio CHF nach sich gezogen, so Strobel weiter.
Die Combined Ratio sank im ersten Semester netto auf 90,2 (90,6)% und lag brutto bei 88,3 (88,1)%. Während sich der Schadensatz brutto um 2,2 Prozentpunkte verschlechterte, konnte die Bâloise den Kostensatz um 2,0 Punkte deutlich senken. In der Schweiz habe die Brutto-Combined-Ratio gute 84,2% betragen. Die sehr tiefen Ratios in Belgien (79,2%) und Luxemburg (79,5%) dürften in der zweiten Jahreshälfte ansteigen, Deutschland (99,5%) wurde derweil vom Wintersturm Xynthia stark getroffen.
Das Lebengeschäft litt derweil stark unter den tiefen Zinsen. So ging der Embedded Value um 6,9% auf 2'631 Mio CHF zurück und der Wert des Neugeschäfts nahm um über die Hälfte auf 11 Mio CHF ab bei einer Marge von lediglich 7,4% (15,3%).
SOLIDE BILANZ
Das Asset Management erzielte trotz schwierigem Umfeld eine Nettoanlagerendite (nicht annualisiert) von 1,9%. Das Exposure in Obligationen der PIIGS-Staaten sei mit 4,5% an den gesamten Kapitalanlagen von 47,3 Mrd CHF gering, hiess es. Die Aktienquote (inkl. aktienähnliche Anlagen) reduzierte sich auf 5,0% (Ende 2009: 5,9%).
Das Eigenkapital wurde per Ende Juni mit 4'161,2 (Ende 2009: 4'510,0) Mio CHF ausgewiesen. Die Solvabilität verbesserte sich auf 234% nach 230% Ende 2009. Dies sei ein Spitzenwert in Europa.
STARKES VOLUMENWACHSTUM
Das Geschäftsvolumen ist um 22,3% auf 6'103,7 Mio CHF und in Lokalwährungen um 24,5% erneut stark gewachsen. Dabei fällt das Wachstum der in Liechtenstein domizilierten Baloise Life auf 796,3 (104,3) Mio CHF sowie der Anstieg um 137,2% auf 621,0 Mio CHF in Luxemburg besonders stark ins Gewicht.
Aus Luxemburg und Liechtenstein heraus bietet die Bâloise anlagegebundene Lebensversicherungs- und sogenannte "Variable Annuity"-Produkte vermögenden Kunden an. Das Geschäft habe im ersten Quartal noch den Rückenwind der Steueramnestie in Italien gespürt, dürfte in Zukunft aber weiter wachsen, sagte Strobel.
Die Produkte, die als neue Schlupflöcher für Steuersünder in Kritik sind, seien in Gesprächen mit der Finma als gutes, tragfähiges Geschäft bezeichnet worden, meinte Strobel. Die Geldwäscherei-Standards der jeweiligen Länder würden eingehalten.
In der Schweiz verzeichnete die Bâloise ein Volumenwachstum von 3,6% auf 2'994,7, getragen von der Entwicklung der beruflichen Vorsorge und den Unfallversicherungen. In Deutschland stieg das Volumen in Lokalwährungen um 0,3% in Belgien um 8,5%.
AKTIE FESTER
Am Ausblick hält die Bâloise fest. Bis 2012 soll die Kostenbasis um 200 Mio CHF gesenkt werden, über den Zyklus wird eine Eigenkapitalrendite von 15% und ein kontinuierlicher Anstieg des Gewinns je Aktie angestrebt.
An der Börse legen die Bâloise-Papiere bis um 15.33 Uhr um 2,4% auf 83,10 CHF zu (SMI: +0,75%).
mk/ra

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