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Bubendorf/Basel (awp) - Die Bachem Holding AG hat nach einem verhaltenen Start in das Geschäftsjahr 2010 im zweiten Semester wieder an Fahrt gewonnen. Das Gesamtergebnis wurde aber durch den starken Schweizer Franken und Abschreibungen als Folge von strategisch begründeten Investitionen aus den Vorjahren belastet. Für das neue Jahr zeigt sich das Unternehmen aber zuversichtlich.
Die Verkäufe der Gruppe sanken zwar 2010 um insgesamt 15,9% auf 152,9 Mio CHF, gegenüber dem ersten Halbjahr verbesserte sich der Umsatz aber im zweiten Semester um 12%. Auf Basis vergleichbarer Umrechnungskurse betrug der Umsatz 160,1 Mio CHF. Der negative Währungseffekt betrug 7,3 Mio CHF. Abschreibungen und Amortisationen aus den in den Jahren 2008 und 2009 getätigten Investitionen belasteten den Umsatz mit 2,8 Mio CHF, wie der Pharma- und Biochemikalienhersteller am Freitag mitteilte.
Der EBIT sank um 69,2% auf 15,7 Mio CHF, die EBIT-Marge lag bei 10,3 (VJ 28,0 )%. Darin enthalten sind einmalige Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Konzentration der non-GMP Aufträge auf das globale Competence Center für Kundensynthesen in Grossbritannien. Im Verwaltungsbereich erzielte Bachem nachhaltige Kosteneinsparungen von 2,0 Mio CHF. Zudem reduzierte die Gruppe in der Berichtsperiode den Personalbestand um 8,5%, was zu Einsparungen von 4,9% führte. Unter dem Strich verblieb ein um 38,6% tieferer Reingewinn von 28,3 Mio CHF.
Der Generalversammlung wird eine Dividende von 2,50 CHF je Aktie beantragt. Im Vorjahr hatte Bachem 3,00 CHF je Aktie ausgeschüttet.
Mit diesen Zahlen hat das Baselbieter Unternehmen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 161,3 Mio, einen EBIT von 25,2 Mio und einen Reingewinn von 34,8 Mio CHF erwartet.
Bei den Forschungschemikalien lag das Wachstum bei 8% in lokalen Währungen (LW) und bei den Kundensynthesen bei 15,3%. Bei den New Chemical Entities kam es hingegen zu einem Umsatzrückgang von 23,8% (in LW). Dies sei eine direkte Folge der Fokussierung der Entwicklungsaktivitäten bei den Biotech-Unternehmen, so Bachem. Diese hätten weiterhin Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung. Die Entwicklung des Gesamtmarktes habe zu einem Umsatzrückgang von 14,9% (in LW) geführt.
Andererseits erhöhte die Gruppe im Berichtsjahr die Anzahl Projekte in den präklinischen und klinischen Phasen von 120 auf 138. Vorab in den USA sei es gelungen, im Zuge der sich allmählich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mehr neue Projekte zu gewinnen, heisst es weiter. Zudem hat Bachem das Entwicklungsportfolio für Generika um eine Reihe von neuen Produkten erweitert.
Insgesamt seien rund zehn neue Substanzen auf Basis von Molekülen und Peptiden in das aktive Entwicklungsprogramm aufgenommen worden. Zudem ergänzte die Gruppe ihr Angebot im Bereich Katalogprodukte mit Melusine, einem Hilfsmittel zur Bestimmung von Leitsubstanzen für die Entwicklung neuer Arzneimittel.
Geografisch stehen die BRIC-Länder im Fokus der Gesellschaft. Anwendungsbezogen verspricht sich die Gruppe attraktives Wachstumspotenzial vor allem in den Bereichen Kosmetik und Veterinärmedizin.
Bachem sieht im laufenden Geschäftsjahr 2011 neue Wachstumschancen. Zu Beginn des Jahres 2011 habe die Gruppe eine deutlich verbesserte Auftragssituation und einen nachhaltig reduzierte Kostenbasis verzeichnet. Das erweiterte Projektportfolio, die starke Stellung bei den generischen Produkten sowie die ausgezeichnete Positionierung in Wachstumssegmente, wo die Durchdringung mit Generika noch gering sind bieten dem Unternehmen solche neuen Wachstumsmöglichkeiten.
Dies lasse Bachem vorsichtig optimistisch und vor allem zuversichtlich in die Zukunft blicken, wird Bachem-CEO Rolf Nyfeler zitiert. Insgesamt werde eine positive Entwicklung auf dem bereinigten Niveau des Semesters 2010 erwartet. Dies würde eine Umsatzsteigerung von rund 10% gegenüber dem Vorjahr und eine EBIT-Marge von gegen 18% bedeuten. Mittelfristig strebt Bachem wieder eine EBIT-Marge von 25% an.
are/rt

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