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(Ergänzt um Aussagen aus der Bilanzmedienkonferenz und dem Aktienkurs)
Zürich (awp) - Die Bachem Holding AG hat ein enttäuschendes Jahresergebnis 2010 präsentiert. Grund dafür ist aber vor allem das misslungene erste Halbjahr. Im zweiten Semester konnte das Pharma- und Biotechunternehmen wieder deutlich zulegen. Trotzdem kämpft das Unternehmen mit dem starken Franken und anhaltendem Preisdruck im Generika-Markt. Der Verwaltungsrat beantragt eine tiefere Dividende von 2,50 (VJ 3,50) CHF je Aktie.
"Das Ergebnis ist nicht erfreulich", sagte CEO Rolf Nyfeler an der Bilanzmedienkonferenz mit Blick auf die Geschäftsentwicklung 2010. Die Marktbedingungen seien schwierig und insbesondere der schwache Start des Jahres habe auch trotz der besseren Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr und den eingeleitete Massnahmen nicht ausgeglichen werden können.
"Wir sind aber überzeugt, dass wir die Talsohle nun durchschritten haben", meinte Nyfeler weiter. Für das angelaufene Geschäftsjahr zeigte sich der CEO vorsichtig optimistisch. Er blicke zuversichtlich in die Zukunft.
MASSNAHMEN ZUR PROFITABILITÄTSSTEIGERUNG ERGRIFFEN
Bachem erzielte 2010 einen um 15,9% tieferen Umsatz von 152,9 Mio CHF. Auf Basis vergleichbarer Umrechnungskurse lag der Umsatz bei 160,1 Mio CHF. Währungseffekte belasteten das Ergebnis mit insgesamt 7,3 Mio CHF.
Das EBIT sank um 69,2% auf 15,7 Mio CHF, die Marge lag bei 10,3 (28,0)%. Darin enthalten sind einmalige Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Konzentration der non-GMP Aufträge auf das globale Competence Center für Kundensynthesen in Grossbritannien.
Im Verwaltungsbereich erzielte Bachem nachhaltige Kosteneinsparungen von 2,0 Mio CHF. Zudem reduzierte die Gruppe in der Berichtsperiode den Personalbestand um 8,5%, was zu Einsparungen von 4,9 Mio CHF führte. Unter dem Strich verblieb ein um 38,6% tieferer Reingewinn von 28,3 Mio CHF.
PREISDRUCK IM GENERIKA-MARKT
Sorgen bereitete Bachem vor allem der Generika-Markt. In nächster Zeit laufen verschiedene Patente von Pharmaunternehmen aus und öffnen so den Markt für Generika-Produkte. Dies führt aber auch dazu, dass neue Mitbewerber in dieses attraktive Marktfeld vorrücken, was den Preisdruck weiter erhöht.
"Dank einer aggressiven Preisgestaltung haben wir unser Geschäft verteidigt", so CEO Nyfeler. Dies dürfte aber mit ein Grund sein, warum die Verkäufe beim umsatzmässig grössten Standbein von Bachem um rund 16% unter Vorjahr ausfielen.
Der Gruppen-Chef machte aber klar, dass Bachem trotz dem herrschenden Preiskrieg keine Angebote unter den Grenzkosten machte und auch in Zukunft an dieser Politik festhalten wird. "Wir wollen neue Aufträge nicht nur über den Preis, sondern auch über die Qualität gewinnen", so Nyfeler.
Bei den Forschungschemikalien lag das Wachstum bei 8% und bei den Kundensynthesen bei 15,3%. Bei den New Chemical Entities kam es hingegen zu einem Umsatzrückgang von 23,8%. Dies sei eine direkte Folge der Fokussierung der Entwicklungsaktivitäten bei den Biotech-Unternehmen, schreibt Bachem. Diese hätten weiterhin Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung.
GUTER START INS NEUE GESCHÄFTSJAHR
Im angelaufenen Geschäftsjahr rechnet Bachem mit neuen Wachstumschancen. Das erweiterte Projektportfolio, die starke Stellung bei den generischen Produkten sowie die ausgezeichnete Positionierung in Wachstumssegmente, wo die Durchdringung mit Generika noch gering sind, böten neuen Wachstumsmöglichkeiten, so Nyfeler.
Zudem macht Bachem deutliche Anzeichen für eine Erholung am Markt aus. So dürften sich die Kapitalmärkte weiter erholen, was sich positiv auf die Kapitalbeschaffung bei den Biotechnologieunternehmen auswirken dürfte.
Insgesamt werde eine positive Entwicklung auf dem bereinigten Niveau des Semesters 2010 erwartet. Dies würde eine Umsatzsteigerung von rund 10% gegenüber dem Vorjahr und eine EBIT-Marge von gegen 18% bedeuten. Mittelfristig strebt Bachem wieder eine EBIT-Marge von 25% an.
Der Aktienmarkt reagieren negativ auf das vorgelegte Zahlenset. Analysten bezeichneten das Ergebnis in ersten Reaktionen als enttäuschend. Die Titel verlieren bis um 13.30 Uhr 4,4% auf 54,65 CHF, der SPI sinkt derweil um 0,76%.
ar/rt

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