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Bubendorf (awp) - Bachem hat im ersten Halbjahr 2010 wegen verschobener Aufträge und Bestellungen einen Umsatzeinbruch erlitten. Dadurch wurde auch die Profitabilität klar in Mitleidschaft gezogen. Beim Reingewinn indes grenzte ein Erlös aus dem Beteiligungsverkauf von Polyphor das Minus ein.
Für das zweite Semester rechnet das Biochemie-Unternehmen zwar mit einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Betriebsgewinnmarge, senkt aber dennoch die Prognosen für das Gesamtjahr - ebenso wie die mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele.
Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 18,9% auf 73,9 Mio CHF. Der EBIT sackte um 78,7% auf 5,8 Mio CHF, die EBIT-Marge erreichte noch 7,9 (30,1)%. Dank des realisierten Gewinns von rund 17,5 Mio aus dem Beteiligungsverkauf von Polyphor lag der Reingewinn bei 18,8 Mio CHF, 34,9% weniger als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Auguren deutlich verfehlt.
Eine Verschiebung von Aufträgen und Bestellungen habe den Start zum Jahresanfang verzögert und den Umsatzrückgang verursacht, heisst es. Der Absatztrend im Jahresverlauf sei jedoch positiv, mit einem Umsatzplus von 25% im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten 2010.
Im Geschäftsbereich Generika hätten verschiedene Faktoren wie die verzögerte Zulassung einiger Medikamente, der Abbau von Lagerbeständen bei Kunden sowie der zunehmende Wettbewerb zu einem Umsatzrückgang um 27,4% in lokalen Währungen (LW) geführt.
In Folge von Projektverzögerungen im F&E-Bereich seien die Verkäufe von New Chemical Entities (NCEs) unter der Vergleichsperiode 2009 geblieben, heisst es weiter. Kunden aus dem Biotech-Bereich berichteten weiterhin von Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung.
Bei den Forschungschemikalien habe einer "sehr erfreulichen" Steigerung bei den non-GMP-Synthesen und einem Umsatzzuwachs bei den Katalogprodukten eine schwächere Nachfrage für GMP-Projekte im frühen Entwicklungsstadium gegenüber gestanden, so das Unternehmen.
Unter geografischen Gesichtspunkten sei mittlerweile auch Europa "deutlich" von Umsatzrückgängen betroffen. Die Abschwächung des negativen Trends in den USA lasse dagegen eine schnellere Erholung in diesem wichtigen Markt erwarten.
Die Umsatzlücke im ersten Halbjahr bedingte auch einen Einbruch des operativen Ergebnisses. Hauptursache war dabei neben der "unbefriedigenden Umsatzentwicklung" der "Verzicht auf einschneidende Massnahmen bei Personal und Sachanlagen im Hinblick auf die am langfristigen Erfolg ausgerichtete Strategie".
"Nach dem schwierigen Start zu Anfang des Jahres hat sich die Nachfrage über alle Segmente von Monat zu Monat deutlich belebt. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Fortsetzung dieses Trends", wird CEO Rolf Nyfeler in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig setze man weiter auf konsequentes Kostenmanagement und Massnahmen zur Effizienzsteigerung. "Es ist jedoch davon auszugehen, dass Umsatz und Ergebnis der Gruppe für 2010 insgesamt unter denen des Vorjahres bleiben werden - aber mit positivem Ausblick für die kommenden Jahre", so der CEO.
Damit senkt Bachem die bisherigen Prognosen: bis anhin wurde ein höherer Umsatz und Betriebsgewinn als 2009 in Aussicht gestellt. Der Zeitpunkt der Erholung hänge in erster Linie von externen Faktoren wie der Finanzierungssituation der Biotech-Kunden oder den Entscheiden der Zulassungsbehörden ab, heisst es.
Gleichzeitig wurden auch die mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele gesenkt. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem mittleren Umsatzwachstum über die nächsten fünf Jahre zwischen 6% und 10% in LW und einer mittelfristigen EBIT-Marge von "mindestens 25%". Zuvor war von einem mittleren Umsatzwachstum über die nächsten fünf Jahre von 8% bis 12% in LW sowie von einer EBIT-Marge zwischen 30% und 35% die Rede.
ch/uh

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