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Bally schliesst rund 100 Verkaufsstellen in Europa

Bally schliesst im kommenden Jahr im Zuge einer neuen Vertriebsstrategie bis zu 100 Verkaufsstellen in Europa. Die Konzentration des Verkaufsnetzes auf 110 Geschäfte betrifft rund 500 Beschäftigte, wie Bally am Dienstag (16.11.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 16. November 1999 - 15:44 publiziert

Bally schliesst im kommenden Jahr im Zuge einer neuen Vertriebsstrategie bis zu 100 Verkaufsstellen in Europa. Die Konzentration des Verkaufsnetzes auf 110 Geschäfte betrifft rund 500 Beschäftigte, wie Bally am Dienstag (16.11.) mitteilte.

Bei der traditionsreichen Schuh- und Modegruppe Bally verliert jeder fünfte Beschäftigte seinen Arbeitsplatz. "In den nächsten Wochen werden wir harte Entscheidungen treffen müssen", hatte Abel Halpern, TPG-Europachef und neuer Verwaltungsratspräsident der Bally International, bereits im letzten August anlässlich der Übernahme der ehemaligen Oerlikon-Bührle-Tochter angekündigt. Weltweit würden alle Standorte überprüft.

Wieviele der 42 Verkaufsstellen in der Schweiz geschlossen werden, ist zur Zeit Gegenstand von Verhandlungen mit den Gewerkschaften, wie Unternehmenssprecherin Yvonne Büchel auf Anfrage sagte. Bis spätestens Ende Jahr soll Klarheit herrschen. Bally will auch in Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Holland und Belgien Geschäfte schliessen. Frankreich, Italien und Spanien werden dagegen vom Konzentrationsprozess nicht betroffen.

Die Marke Bally soll im Luxusmarkt neu positioniert werden. Darüber hinaus will der Schuhhersteller Massnahmen zur Stärkung von Ertrag und Wachstum ergreifen, wie es in einer eher knappen Medienmitteilung vom Dienstag heisst. In einigen Ländern besteht laut Büchel auch die Möglichkeit, dass die Geschäfte neue Besitzer erhalten, welche die Angestellten weiterbeschäftigten, allerdings nicht unter dem Namen Bally.

Zur Milderung der sozialen Folgen sollen die Mitarbeiter in so genannten "länderspezifischen Konsultationsverfahren" miteinbezogen werden und mit bestehenden oder neu auszuhandelnden Sozialplänen unterstützt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Mit den Sozialpartnern seien Verhandlungen aufgenommen worden.

TPG stockte in den vergangenen Tagen seine Beteiligung an Bally JapanLtd. laut Mitteilung von 30 auf 65 Prozent auf und integrierte das Unternehmen als vollwertige Tochtergesellschaft.

SRI und Agenturen

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