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BASEL (awp international) - Nach der Finanzkrise müssen sich Banken weltweit auf deutlich strengere Eigenkapital-Vorschriften einstellen. Der zuständige Ausschuss für die als "Basel III" bekannten Regeln, vertreten durch Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern, kam am Dienstag in Basel zu abschliessenden Beratungen zusammen, über die zunächst jedoch nichts bekanntwurde.
Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen die Kreditinstitute künftig mindestens eine Kernkapitalquote von sechs Prozent für mögliche Verluste vorhalten. Hinzu kommt ein Puffer von drei Prozent für Krisen und - falls die Aufseher dies verlangen - noch ein antizyklisches Kapitalpolster von ebenfalls drei Prozent. Bisher lag die Mindestquote bei vier Prozent. Hintergrund für die Verschärfung ist die weltweite Finanzkrise, die viele Banken in existenzielle Schwierigkeiten gebracht hatte.
Bank-Aktien verzeichneten aufgrund der Spekulationen an der Frankfurter Börse Verluste. Papiere der Deutschen Bank gaben bis zum Mittag um 1,84 Prozent auf 49,23 Euro, die der Commerzbank um 1,47 Prozent auf 6,38 Euro nach.
Besonders aus Deutschland war Kritik an den neuen Vorschriften laut geworden, Bankenverbände befürchten Belastungen in Milliardenhöhe. Eine Folge sei, dass Geldinstitute weniger Geld für langfristige Kredite zum Beispiel an mittelständische Unternehmen zur Verfügung stellen könnten. Umstritten sind daher auch die Übergangszeit für die Einführung der Regeln und was genau zum Kernkapital der Banken zählen darf.
Basel III soll am Wochenende von den Chefs der Aufsichtsbehörden und Notenbanken abgesegnet werden. Über die Einführung entscheiden die Regierungschefs auf einem G20-Gipfel im November. Im Zusammenhang mit den Vorgänger-Regeln ("Basel II") war kritisiert worden, dass vor allem die USA sich zu wenig für die Umsetzung im eigenen Land stark gemacht hatten./mi/DP/wiz

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