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Banken und Milleniumswechsel: Versorgung mit Bargeld gut vorbereitet

Die Schweizer Banken blicken zuversichtlich auf den Jahreswechsel 1999/2000. Nur irrationales Verhalten menschlicher Natur könnte die sorgfältige Vorbereitungen stören, erklärten Bankenvertreter.

Dieser Inhalt wurde am 26. November 1999 - 10:36 publiziert

Die Schweizer Banken blicken zuversichtlich auf den Jahreswechsel 1999/2000. Nur irrationales Verhalten menschlicher Natur könnte die sorgfältige Vorbereitungen stören, erklärten Bankenvertreter.

Die Geldautomaten werden mit Banknoten gefüllt sein und überwacht werden wie noch nie. Das schlimmste Szenario für Banken und die Post wäre ein Run auf die Geldautomaten am 31. Dezember gegen Mitternacht, um 'zu sehen, ob sie noch funktionieren', erklärt UBS-Sprecher Cédric Dietschy auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Im Bereich Informatik läuft alles im Sinne der Eidgenössischen Bankenkommission. 98 Prozent der Institute hatten bereits bis Mitte Oktober die hauptsächlichen Etappen gegen eine Millenniums-Panne erfolgreich abgeschlossen.

Diffuse Ängste

Die Ängste sind psychologischer Natur. Das Gefühl in der Bevölkerung, dass die Banknoten fehlen könnten, ist nicht greifbar. Auch nicht die Versuchung, das Geld im Dezember unter der Matratze zu horten. Die von der SDA befragten Banken versichern jedoch, dass zur Zeit keine besonderen Kontenbewegungen feststellbar seien.

'Aus menschlicher Sicht umfahren wir das Kap ohne Tücken', erklärt Raymond Clerc, Verantwortlicher des Projekts 2000 bei der Waadtländer Kantonalbank (BCV). Die BCV hat währenddessen ihre Kundschaft mit Broschüren informiert und auch schon zahlreiche Fragen beantwortet.

Die UBS hat ihrerseits beschlossen, keine Mitteilungen an die Kundschaft zu versenden. 'Dies hätte die Kunden ohne Grund in Alarmbereitschaft versetzt', meint Dietschy. Vertrauensvoll schätzt die Grossbank, dass nichts passiert; ein Unfall sei jedoch immer möglich. Die Bank hat drei Simulationen des Jahreswechsels durchgeführt und das Personal sei 'mehr als vorbereitet'.

In den Augen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das Vertrauen der UBS gerechtfertigt. Die Einstellung der Schweizer sei nicht sehr irrational, sagte SNB-Sprecher Werner Abegg. Die Situation sei nicht aussergewöhnlich. An jedem Jahresende steige der Banknotenumlauf um zehn Prozent und erreiche etwa 33 Mrd. Franken.

Im Hinblick auf das Jahr 2000 rechnet die SNB mit einer Hausse von einigen Milliarden Franken, ohne genaue Zahlen zu nennen. Mit einem Vorrat von Banknoten für 60 Mrd. Franken (rund 9'000 Franken pro Einwohner) kann sie einer erhöhten Nachfrage jedoch getrost entgegenschauen.

Überwachung verstärkt

Obwohl die Institute ein Aufkommen von Panik grundsätzlich ausschliessen, stellen sie hunderte von Mitarbeitern auf Pikett; namentlich um die Geldautomaten zu füttern.

Die Bankomaten und Postomaten werden mehr als gewöhnlich betreut. Einzelne Banken sehen vor, ihren Überschuss an Liquidität zu verdoppeln. Zudem werden die Kontenauszüge in mehreren Kopien - elektronisch oder auf Papier - abgelegt.

SRI und Agenturen

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