Bankgeheimnis nicht mehr tabu

Bei der Diskussion über das Bankgeheimnis mehren sich die Stimmen, wonach die Schweiz Konzessionen machen müsse. Mit Bundespräsident Merz und dem neuen UBS-CEO Grübel kommen jetzt noch zwei gewichtige Stimmen dazu.

Dieser Inhalt wurde am 28. Februar 2009 - 15:51 publiziert

Der Bundesrat wolle das Bankgeheimnis nicht preisgeben. Die Schweiz könne sich angesichts des internationalen Drucks aber nicht tot stellen und dem Dialog verschliessen, sondern müsse auch mal eine Konzession machen. Dies sagte Bundespräsident Hans-Rudolf Merz am Samstag an der Delegiertenversammlung der neuen Fusionspartei "FDP. Die Liberalen".

Es gebe Dinge, die diskutabel seien, sonst riskiere die Schweiz, dass sie auf die Liste nicht kooperierender Staaten gesetzt werde. Dies würde Sanktionen bedeuten - mit fatalen Auswirkungen auf den schweizerischen Finanzplatz.

Für den neuen UBS-Konzernchef Oswald Grübel sollte die Schweiz eine Änderung ihres Bankgeheimnisses ins Auge fassen, damit verdächtigte Steuerhinterzieher nicht mehr geschützt werden, sagte er gegenüber der Zeitung Finanz und Wirtschaft.

Mit einer Änderung des Bankgeheimnis-Gesetzes könnte der politische Druck anderer Länder auf die Schweiz gemildert werden, so Grübel "Es ist fraglich, ob wir weiterhin Steuerflüchtlinge hinter dem Bankgeheimnis verstecken können."

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