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Barry Callebaut: Der Schokoladengigant steigert Gewinn

So süss wie die die Schokolade von Barry Callebaut sind auch ihre Ergebnisse.

(Keystone)

Trotz den steigenden Rohstoffpreisen hat der weltgrösste Kakao- und Schokoladenkonzern Barry Callebaut seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr weiter gesteigert.

Der Konzerngewinn nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,1% auf 207 Mio. Franken zu, der Umsatz stieg um 10,6% auf 4,1 Mrd. Franken.

"Wir sind mehr als doppelt so stark gewachsen wie der globale Schokoladenmarkt", sagte Patrick De Maeseneire, CEO von Barry Callebaut.

Der Konzern hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres über eine Million Tonnen mehr Schokolade und Kakao verkauft - 8,5% mehr als in der Vorjahresperiode.

Trotz den gestiegenen Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt hat der Schweizer Kakao-und Schokoladeproduzent im vergangenen Geschäftsjahr 2006/07 per Ende August einen Reingewinn von 207 Mio. Fr. erzielt.

Dies sind 9,1% mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 10,6% auf 4,1 Mrd. Franken.

Grösste Zunahme in Europa

Wie aus der Medienmitteilung hervorgeht, trugen alle Regionen zu dieser Zunahme bei. Am stärksten fiel jedoch das Wachstum in Europa aus. In Europa, das über 70% der gruppenweiten Verkäufe ausmacht, wuchs die Verkaufsmenge um 10,1% auf 738'983 Tonnen.

Dies ist auf den erhöhtem Marktanteil, die steigende Nachfrage in Osteuropa und eine zunehmende Vorliebe nach dunkler Qualitätsschokolade zurückzuführen.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

"Unser Kostenumfeld mit hohen Rohstoffpreisen wird weiterhin eine Herausforderung darstellen", sagte CEO Patrick De Maeseneire. "Wir sind diesem Druck mit einer Optimierung unserer Kostenstruktur und Preiserhöhungen begegnet."

Trotz der hohen Rohstoffpreise und einer gewissen Unsicherheit an den Devisen- und Finanzmärkten ist De Maeseneire jedoch zuversichtlich, dass Barry Callebaut "weiterhin schneller als der globale Schokoladenmarkt wachsen und die Ergebnisse weiter verbessern wird".

Mit langfristigen Lieferverträgen, einer transformierten Produktionsstruktur in Nord- und Südamerika und einer gezielten geografischen Expansion in Märkte mit hohem Wachstumsspotenzial habe Barry Callebaut eine starke Basis für ein künftig beschleunigtes Wachstum geschaffen.

Der in Zürich ansässige Konzern hat die Finanzziele deshalb schon mal nach oben angepasst. Für die nächsten vier Jahre will Barry Callebaut ein jährliches Gewinnwachstum von 13 bis 16% erreichen.

Outsourcing-Trend

Zudem erwartet der Schweizer Kakao- und Schokoladenkonzern, weiterhin vom Trend zum Outsourcing zu profitieren. "Wir gehen davon aus, dass mehr Outsourcing-Aufträge kommen, da die steigenden Rohmaterialkosten den Druck auf unsere Industriekunden erhöhen", so De Maeseneire. Der Konzern könne die Rohstoffkosten an die Kunden weitergeben.

Für die nächsten Monate geht De Maeseneire von stabilen Kakaopreisen aus, danach dürften sie weiter steigen.

Höchste Wachstumsraten in China und Russland

Gemäss dem Marktanalysten Euromonitor International wird der globale Markt für Schokoladenprodukte auf rund 90 Mrd. Franken geschätzt. Zwischen 2006 und 2007 wuchs das Schokoladengeschäft weltweit um 3,5%. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten aufstrebende Märkte wie Russland und China.

Der Trend geht klar in Richtung dunkle Schokolade, da die Konsumenten ein intensiveres Geschmackserlebnis suchen und sich der gesundheitsfördernden Wirkung der Kakaobohne vermehrt bewusst werden.

swissinfo und Agenturen

Kennziffern über 12 Monate (am 31. August 2007)

Umsatz: 4'106,8 Mio. Franken (+10,6%)
Konzerngewinn: 207 Mio. Franken (+9,10%)

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In Kürze

Barry Callebaut, mit Sitz in Zürich, ist der weltweit grösste Verarbeiter von Kakaobohnen und Hersteller von Kakao- und Schokoladeprodukten und Süsswaren.

Das Unternehmen unterhält über 30 Produktions-Standorte in 23 Ländern. Es beschäftigt mehr als 8000 Mitarbeitende.

Barry Callebaut verkauft seine Produkte nicht direkt an die Konsumentinnen und Konsumenten, sondern beliefert industriellen Nahrungsmittel-Herstelle wie Chocolatiers, Confiseure, Bäcker und den Einzelhandel.

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