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Barry Callebaut H1: Reingewinn 145,7 Mio CHF - 3-Jahresziele bestätigt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 08:40 publiziert

(ergänzt mit weiteren Details, zum Teil umgeschrieben)
Zürich (awp) - Der weltgrösste Schokoladenproduzent Barry Callebaut (BC) hat trotz schwieriger Konjunkturlage im ersten Halbjahr 2009/10 (per Ende Februar) Volumen und Umsatz deutlich gesteigert. Die Gewinnzahlen litten dagegen etwas unter einer sinkenden "Combined Cocoa Ratio" und dem schwachen Franken. Die mittelfristigen Ziele zu Umsatz und EBIT wurden aber einmal mehr bestätigt.
Die Verkaufsmenge konnte in der Berichtsperiode um 7,8% auf 659'536 Tonnen gesteigert werden. Der Gruppen-Umsatz legte um 4,5% auf 2'656,5 Mio CHF zu, in Lokalwährungen waren es gar +8,4%. Diese Performance sei vor dem Hintergrund eines globalen Schokoladenmarkts erzielt worden, der bis Ende 2009 rückläufig gewesen sei und erst seit Anfang 2010 Anzeichen einer Erholung zeige, teilte BC am Donnerstag mit.
Während der Betriebsgewinn (Stufe EBIT) um 4,5% sank auf 208,8 Mio CHF, stieg der Konzerngewinn um geringe 1,6% auf 145,7 Mio CHF. Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) in Sachen Volumen und Umsatz leicht übertroffen, auf Gewinnstufe allerdings nicht ganz erreicht.
Dank einer verbesserten Kapazitätsauslastung sowie geringeren Energie-, Personal- und Unterhaltskosten seien "solide operative Fortschritte" erzielt worden, heisst es. Diese seien jedoch durch ungünstige Fremdwährungseffekte (ca. 6 Mio CHF) und die tiefere "Combined Cocoa Ratio" (ca. 23 Mio CHF) kompensiert worden. Bei der Ratio handelt es sich um den kombinierten Verkaufspreis von Kakaobutter und Kakaopulver im Verhältnis zum Kakaobohnenpreis. Ausserdem wurde im Vorjahr ein einmaliger Gewinn aus dem Verkauf des Verbrauchergeschäfts in Asien (16,5 Mio CHF) verbucht.
Alle Regionen trugen den Angaben zufolge zum Wachstum bei. Die Regionen Asien-Pazifik, Nord- und Südamerika und Osteuropa verzeichneten die grössten Zuwächse (24,4%, 13,1% bzw. 11,5%). Westeuropa habe zwar Anzeichen einer (volumenmässigen) Erholung gezeigt, doch einige traditionelle Schokoladenmärkte wie Frankreich oder die Schweiz hätten sich weiterhin negativ entwickelt. Insgesamt ergab sich für Europa somit ein volumenmässiges Plus von 4,6%.
Bei den Produktgruppen konnte die Verkaufsmenge für die Industrie-Kunden um 8,6% gesteigert werden, was einem Wachstum in allen Regionen und den früher abgeschlossenen Outsourcing-Verträgen zu verdanken sei. Für Gourmet & Spezialitäten resultierte ein Mengenwachstum von 18,1%. BC begründet dies damit, dass der Fokus verstärkt auf das Geschäft mit gewerblichen Kunden, die Distribution, die Produktpalette und auf Marktanteilsgewinne gelegt worden sei.
Bei den Verbraucherprodukten kam es u.a. aufgrund einer Veränderung im Konsolidierungskreis zu einem Rückgang bei Umsatz und Volumen von je über 7%. Die Produktgruppe habe steigende Verkäufe in Skandinavien, Österreich und Italien, aber einen Volumenrückgang in Frankreich und Deutschland verzeichnet. Letzteres wird mit der schlechten Konsumentenstimmung und der Beendigung von Verträgen mit grossen Einzelhändlern aufgrund unbefriedigender Preise begründet.
Der Konzern gibt sich bezüglich weiterem Verlauf verhalten optimistisch. "Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres gehen wir davon aus, dass sich der globale Schokoladenmarkt weiter langsam erholen wird und sich die Combined Cocoa Ratio verbessert; die Währungsentwicklungen lassen sich hingegen nur schwer abschätzen", wird CEO Jürgen Steinemann in der Mitteilung zitiert.
Für den Zeitraum von 2009/10 bis 2011/12 sei man aber zuversichtlich, die 3-Jahres-Finanzziele zu erreichen und weiterhin deutlich stärker als der globale Schokoladenmarkt zu wachsen. Gemäss den Zielen strebt das Unternehmen im besagten Zeitabschnitt ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Verkaufsmenge von 6-8% und ein "mindestens gleich hohes" durchschnittliches EBIT-Wachstum in Lokalwährungen an.
uh/ch

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