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BASF baut nach Cognis-Übernahme Stellen ab (AF)

Dieser Inhalt wurde am 25. März 2011 - 16:47 publiziert

LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der weltgrösste Chemiekonzern BASF baut nach der Übernahme des Spezialchemieunternehmens Cognis unter dem Strich 450 Arbeitsplätze ab. Die Stellenreduzierung soll grösstenteils bis Ende 2012 umgesetzt werden, teilte der Ludwigshafener Konzern am Freitag mit. Den betroffenen Mitarbeitern würden "soweit möglich" andere Jobs bei der BASF angeboten. Das übernommene Geschäft soll von 2012 an positiv zum BASF-Geschäftsergebnis beitragen.
Der Stellenabbau errechnet sich aus einer Reduzierung um 680 Stellen, davon rund 350 in Europa. Das Unternehmen begründete den Abbau mit Überschneidungen bei Funktionen und Verwaltung sowie Massnahmen zur Effizienzsteigerung. Zugleich werden weltweit 230 neue Jobs geschaffen, die Hälfte davon in Asien.
Die Ludwigshafener hatten im vergangenen Jahr Cognis mit Sitz in Monheim für insgesamt rund 3,1 Milliarden Euro übernommen. Neben dem reinen Kaufpreis von 700 Millionen Euro sind darin auch übernommene Schulden und Pensionsverpflichtungen enthalten.
Die BASF will den Angaben zufolge 26 der weltweit 28 Cognis-Produktionsstandorte erhalten. Ein Standort in Hythe in Grossbritannien werde verkauft, für den Standort im norwegischen Tromsoe würden verschiedene Optionen geprüft. Von 37 weiteren Cognis-Standorten, an denen etwa Verwaltung, Forschung oder auch Lager angesiedelt sind, sollen 26 mit BASF-Standorten zusammengelegt oder geschlossen werden. Neun bleiben bestehen, zwei werden noch überprüft.
Die BASF rechnet damit, dass bis Ende 2013 einmalige Kosten von rund 290 Millionen Euro für die Integration der Cognis-Aktivitäten anfallen. Dem gegenüber stehe in den kommenden Jahren voraussichtlich ein positiver Beitrag zum Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 275 Millionen Euro.
Cognis war 1999 aus der früheren Chemiesparte von Henkel entstanden und gehörte ab 2001 dem Finanzinvestor Permira und der Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs . Das Unternehmen hatte unter anderem Produkte für Wasch- und Reinigungsmittel oder Kosmetik produziert./mcs/DP/stk

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