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BASF bleibt bei düsterem Ausblick - Gewinn bricht im Quartal ein (AF)

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 09:00 publiziert

LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der weltgrösste Chemiekonzern BASF bleibt trotz einer Stabilisierung des Geschäfts im dritten Quartal bei seinem düsteren Ausblick. BASF gehe weiterhin für 2009 von einem starken Rückgang bei Umsatz und Ergebnis aus, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Die Kapitalkosten werde das Unternehmen wegen höherer Kosten für die Integration des Spezialchemiekonzerns Ciba voraussichtlich nicht verdienen. Für das Schlussquartal erwartet BASF einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis dürfte über dem vierten Quartal 2008, aber unter dem Vorquartal liegen.
"Insgesamt spricht einiges dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben. Nach einer rasanten Abwärtsfahrt steigen wir jetzt mühsam aus dem Rezessionstal", sagte Unternehmenschef Jürgen Hambrecht laut Mitteilung. Die Erholung werde langsam und unstetig verlaufen. Wachstumsimpulse kommen den Angaben zufolge aus Asien, insbesondere aus China, sowie aus Teilen Südamerikas. Die Aktie verlor vorbörslich rund 2,4 Prozent.
GEWINNEINBRUCH
Im dritten Quartal brach der Gewinn nach Minderheiten um mehr als zwei Drittel auf 237 Millionen Euro ein. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen ging um gut ein Fünftel auf 1,248 Milliarden Euro zurück. Dabei verzeichnete BASF wegen gesunkener Preise den stärksten Rückgang im Öl- und Gasgeschäft. Zulegen konnten die Ludwigshafener hingegen aufgrund der Ciba-Übernahme bei Veredelungsprodukten. Auch das Geschäft mit den Kunststoffen entwickelte sich dank Einsparungsmassnahmen und höherer Margen besser als im Vorjahr.
Der Umsatz ging um 18,9 Prozent auf 12,798 Milliarden Euro zurück. Rückgänge verbuchte das Unternehmen in fast allen Geschäftsbereichen. Mehr umsetzen konnte BASF nur bei den Veredelungsprodukten. BASF hatte bereits Eckdaten zum dritten Quartal am 14. Oktober vorgelegt.
HÖHERE INTEGRATIONSKOSTEN
Bei BASF fallen wegen der schnelleren Integration des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba höhere Integrationskosten im laufenden Geschäftsjahr an. Das Unternehmen geht für 2009 von einer Ergebnisbelastung von 800 Millionen Euro aus, davon sollen rund 150 Millionen Euro zahlungswirksam werden. Ab 2012 will BASF aus dem gemeinsamen Geschäft jährlich 450 Millionen Euro an Synergien heben. Bereits Ende 2010 sollen die Einsparungen 350 Millionen betragen.
Bei Vorlage der Halbjahreszahlen hatte sich BASF von der Übernahme mittelfristig jährlich Synergieeffekte von mindestens 400 Millionen Euro erhofft. Bereits Ende 2010 sollten jährlich 300 Millionen Euro eingespart werden, hiess es damals. Die Ludwigshafener hatten Ciba im April für 3,8 Milliarden Euro übernommenen./ne/stb/tw

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