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LUDWIGSHAFEN (awp international) - Die Geschäfte beim Chemiekonzern BASF brummen wieder und dies nicht nur allein dank kräftig anziehender Nachfrage aus der Automobilindustrie. In einigen Bereichen wie etwa bei Kunststoff-Sparte kam es sogar aufgrund knapper Rohstoffe zu Lieferengpässen. Nach einem bereits überraschend guten Auftaktquartal verdoppelte sich fast das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten im zweiten Jahresviertel auf 2,206 Milliarden Euro, teilte BASF am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Unter dem Strich blieben dem im Dax notierten Unternehmen mit 1,183 Milliarden Euro mehr als dreifach soviel. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um knapp 30 Prozent auf 16,214 Milliarden Euro.
Bei allen Kennziffern übertraf BASF deutlich die Schätzungen der Analysten. Die Börse honorierte die starken Zahlen: Die Aktie legte nach wenigen Handelsminuten um über 2 Prozent zu, nach rund einer Stunde lagen die Titel noch rund ein Prozent im Plus.
PROGNOSE BEKRÄFTIGT
Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte der Chemiegigant seine Ziele. "Wir gehen davon aus, dass wir unseren Umsatz im Jahr 2010 kräftiger steigern werden als die weltweite Chemieproduktion", sagte Unternehmenschef Jürgen Hambrecht laut Mitteilung. Beim EBIT vor Sondereffekten peilt BASF weiterhin einen deutlichen Zuwachs an. Die Kapitalkosten will das Unternehmen in diesem Jahr wieder verdienen und die Dividende wieder erhöhen. Im Krisenjahr 2009 schrumpfte der Umsatz um knapp ein Fünftel. Das EBIT vor Sondereffekten ging um fast 30 Prozent zurück, der Gewinn halbierte sich. Die Dividende kürzte das BASF-Management auf 1,70 Euro je Aktie.
Bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigten sich die Ludwigshafener für 2010 optimistischer und erhöhten ihre Erwartungen. Dennoch warnte das Unternehmen erneut vor Risiken. So werde unter anderem die notwendige weltweite Konsolidierung der staatlichen Haushalte die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ebenso belasten wie das Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme. Hinzu kämen schwankende Rohstoffmärkte.
FAST ALLE BEREICHE BRUMMEN
BASF verzeichnete im zweiten Quartal wie bereits sein Konkurrent Dupont aus den USA deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnisse in nahezu fast allen Geschäftsbereichen. Rückgänge wiesen die Ludwigshafener alleine bei der Agrochemie auf. Das grösste Ergebnisplus verzeichnete das Unternehmen erneut mit Chemikalien, Kunststoffen und Veredelungsprodukten. Aber auch im Bereich Functional Solution, in dem BASF etwa Lacke und Katalysatoren für Autos produziert, boomte das Geschäft wieder.
Analyst Stephan Kippe von der Commerzbank bewertet das zweite Jahresviertel wie viele Händler ebenfalls als sehr stark. BASF habe sowohl über seinen als auch über den Erwartungen des Marktes gelegen. Dazu beigetragen hätten insbesondere die Sparten Performance Products und Functional Solutions. Regional habe sich das Geschäft in den USA und Europa verglichen mit dem ersten Quartal besonders gut entwickelt. Der Experte bezeichnete allerdings den bestätigten Ausblick als etwas vorsichtig. BASF erwarte im zweiten Halbjahr eine moderate Wirtschaftserholung, die allerdings von schmalen staatlichen Budgets beeinträchtigt werde./ne/jha/stk

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