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(Neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz und Hauptversammlung zum Ausblick, Rohstoffkosten, Analysten)
MANNHEIM (awp international) - Die Geschäfte beim weltgrössten Chemiekonzern BASF könnten nicht besser laufen: Die Ludwigshafener sind vor allem dank des anhaltenden Asien-Booms und der Cognis-Übernahme mit neuen Höchstmarken bei Umsatz und Ergebnis in das Jahr 2011 gestartet. "Unsere Anlagen waren gut ausgelastet. Insbesondere im Chemiegeschäft stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahresquartal", sagte der scheidende BASF-Chef Jürgen Hambrecht am Freitag vor 6.500 Aktionären in Mannheim. An diesem Freitag übergibt der 64-Jährige nach rund acht Jahren den Vorsitz seinem Nachfolger und bisherigen BASF-Finanzvorstand Kurt Bock.
Die Folgen des Erdbebens in Japan sowie die politischen Unruhen in Nordafrika hätten sich im ersten Quartal kaum auf das BASF-Geschäft ausgewirkt. "Es gibt keinen Anlass, skeptischer und vorsichtiger zu werden, als noch Ende Februar", sagte Finanzvorstand Bock während einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Geschäfte der im Dax notierten Gesellschaft liefen noch besser als zuvor angenommen.
AUSBLICK BESTÄTIGT
Die Prognose für das Gesamtjahr 2011 bestätigte Hambrecht. ?Wir streben weiterhin an, bei Umsatz und Ergebnis die Spitzenwerte des Jahres 2010 signifikant zu übertreffen.? Bei der Prognose geht BASF davon aus, dass die Tochter Wintershall die Erdölförderung in Libyen im laufenden Jahr nicht mehr aufnehmen kann und rechnet den Effekt raus. Durch den Produktionsstopp in Libyen wird der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erheblich belastet, unterm Strich wirkt es sich dagegen kaum aus. Der libysche Staat erhebt auf die Produktion sehr hohe Steuern.
Im vergangenen Jahr setzte BASF rund 1,7 Milliarden Euro in Nordafrika um, den grössten Teil davon in Libyen. Von den rund 1,3 Milliarden Euro an EBIT blieb in Libyen aufgrund der hohen Steuern nur noch ein Nettoergebnis von 70 Millionen Euro übrig. Seit dem Ausbruch der Unruhen stehen die BASF-Förderanlagen in Libyen still. Wintershall ist seit 1958 in dem Land und förderte dort bislang täglich bis zu 100.000 Barrel Öl.
JAPAN BIRGT RISIKEN
Trotz konjunkturellen Rückenwinds warnte der Chemiekonzern auch vor möglichen Folgen des Erdbebens in Japan. Lieferengpässe etwa bei elektronischen Bauteilen aus Japan könnten Produktionsausfälle in einigen BASF-Abnehmerindustrien nach sich ziehen, hiess es. Besonders betroffen dabei seien die Automobil- und Elektroindustrie. Die höheren Rohstoffkosten konnte BASF laut Hambrecht bislang über Preiserhöhungen an die Kunden weiterreichen.
REKORDQUARTAL
In den ersten drei Monaten 2011 erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuer (EBIT) und Sondereffekten um knapp 40 Prozent auf 2,732 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft 1,954 Milliarden Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieben nach 1,029 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum 2,411 Milliarden Euro. Darin enthalten war ein Buchgewinn aus dem Verkauf des Anteils an K+S .
Der Umsatz kletterte von Januar bis März um 25 Prozent auf 19,361 Milliarden Euro. Kräftig wachsen konnte BASF in allen Regionen und in fast allen Geschäftsbereichen. Die Sparte Performance Products profitierte dabei vor allem von der jüngsten Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis. BASF hatte Cognis im vergangenen Jahr für rund 3,1 Milliarden Euro übernommenen. BASF übertraf bei allen Kennziffern deutlich die Schätzungen der Analysten.
AKTIE GIBT NACH
Die Aktie gab dennoch nach und sank bis zum Nachmittag um 0,79 Prozent auf 65,48 Euro. Während die Quartalsbilanz durchweg als überraschend stark bewertet wurde, interpretierten Analysten dagegen die bekräftigte Jahresprognose von BASF unterschiedlich. BASF beschäftigte Ende März fast 110.000 Mitarbeiter weltweit.
Die US-Konkurrenten Dupont und Dow Chemical legten bereits ihre Quartalszahlen vor und verzeichneten einen Gewinnsprung. Unter anderem profitierten die beiden Unternehmen von einer starken Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens und Südamerikas. Dupont erhöhte überraschend sogar das Gewinnziel für 2011./mne/mcs/wiz

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