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LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der weltgrösste Chemiekonzern BASF will im laufenden Geschäftsjahr mehr für die Forschung ausgeben. "Forschung und Entwicklung sind die Grundlagen unserer Zukunftssicherung", sagte Vorstand Andreas Kreimeyer am Freitag in Ludwigshafen. Deshalb werde die BASF auch 2011 die F&E-Aufwendungen erneut steigern.
Bereits im vergangenen Jahr nahm die im Dax notierte Gesellschaft mit fast 1,5 Milliarden Euro mehr Geld in die Hand als ursprünglich geplant und investierten damit soviel wie noch nie zuvor in Forschung und Entwicklung. Im Krisenjahr 2009 hatte BASF etwa 1,4 Milliarden Euro für die Forschung ausgegeben. 2008 waren es 1,35 Milliarden Euro.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte BASF mit neuen und verbesserten Produkten sechs Milliarden Euro um. Dazu beigetragen hätte unter anderem das neue Herbizid Kixor, das sich zu einem echten Umsatzbringer entwickele, sagte Kreimeyer. Aber auch die neuartigen SCR-Katalysatoren, die Stickoxide aus den Abgasen von Dieselfahrzeuge abbauen, zählten zu den Erfolgsprodukten. Im Jahr 2015 will BASF mit neuen Produkten zwischen sechs und acht Milliarden Euro umsetzen.
Den Wert der Forschungspipeline bezifferte BASF für 2010 mit rund 21 Milliarden Euro. Haupttreiber seien dabei die Sparten Pflanzenschutz und Performance Products, aber auch die konzernfinanzierte Forschung, sagte Kreimeyer. In diese Felder floss auch der grösste Teil der Forschungsgelder. In der konzernfinanzierten Forschung adressiert der Chemiekonzern in erster Linie Märkte und Technologien für die Zukunft.
"Wir haben für uns vier Megatrends identifiziert, die Innovationen bei BASF antreiben und die Richtung für unsere langfristig ausgerichteten Forschung weisen", sagte Kreimeyer. "Die Mutter aller Megatrends ist unsere Weltbevölkerung." Dabei spielt vor allem der Pflanzenschutz für BASF eine wichtige Rolle, um etwa die Ernteerträge zu steigern oder Nutzpflanzen vor Trockenheit, Krankheit und Schädlingen zu schützen. Neben Gesundheit und Ernährung sieht BASF auch Bauen und Wohnen sowie Energie und Ressourcen als grosse Zukunftsfelder.
Aber auch die Mobilität und Kommunikation stehen im Fokus. "Wir werden unsere Kompetenz in Chemie einbringen, um der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen", sagte der Forschungsvorstand. In den kommenden fünf Jahren will der Chemiekonzern einen dreistelligen Millionenbetrag in Batterien investieren. Unter anderem baut BASF in Elyria im US-Bundesstaat Ohio eine Produktionsanlage, die ab Mitte 2012 den Markt mit Kathodenmaterialien zur Herstellung leistungsstarker Lithium-Ionen-Batterien versorgen soll.
Die Ludwigshafener forschen in fünf Gebieten - Pflanzen- und sogenannter "Weissen Biotechnologie" (Enzymforschung) sowie Nanotechnologie, Energiemanagement und Rohstoffwandel. Zur Zeit arbeiten den Angaben zufolge rund 9.600 BASF-Mitarbeiter an etwa 3.000 Forschungsprojekten./mne/tw

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