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Bauer sieht nach Ergebniseinbruch Tiefpunkt der Krise erreicht (AF)

Dieser Inhalt wurde am 13. November 2009 - 09:40 publiziert

(Ergänzt um weitere Angaben)
SCHROBENHAUSEN (awp international) - Beim Bau- und Baumaschinenkonzern Bauer hat vor allem wegen der weiterhin schwachen Nachfrage nach Maschinen in den ersten drei Jahresvierteln 2009 einen Ergebniseinbruch verzeichnet. Der operative Gewinn sei von Januar bis September um 44,6 Prozent auf 60 Millionen Euro gesunken, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Freitag im bayerischen Schrobenhausen mit. Damit verfehlte Bauer leicht die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 63,6 Millionen Euro gerechnet hatten. Unter dem Strich verdiente Bauer mit 30,0 Millionen Euro 55,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die zuletzt etwas schlechter als der Markt gelaufene Aktie stieg im frühen Handel um rund 1,8 Prozent. Ein Händler sah die Zahlen zwar knapp unter den Erwartungen, hob aber die bestätigten Ziele positiv hervor. Die Bilanz sei zwar nicht wirklich gut, aber nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Entwicklung erhole sich der Kurs etwas.
Nach dem starken Einbruch zum Jahresende 2008 sieht Unternehmenschef Thomas Bauer nun den Tiefpunkt erreicht. "Insgesamt sind wir verhalten optimistisch, dass sich die weitere Entwicklung auf deutlich niedrigerem Niveau zu stabilisieren beginnt." Das kommende Jahr bleibe aber für das Geschäft mit Baumaschinen weiterhin schwierig. Optimistischer zeigte sich der Unternehmenschef für das Baugeschäft. Es gebe eine Reihe grosser Projekte, bei denen sich das Unternehmen in der Angebotsphase befinde. Zudem rechnet Bauer sich gute Chancen bei den milliardenschweren US-Konjunkturprogrammen in den USA aus. "Der Baubedarf ist durch die Zurückhaltung der vergangenen Jahre gewaltig, speziell bei Brücken, Kraftwerken und Anlagen für Öl und Gas."
Für das laufende Jahr 2009 bestätigte das Unternehmen seine Ziele. Danach erwartet Bauer eine Gesamtkonzernleistung von knapp 1,3 Milliarden Euro. Der Gewinn soll etwa auf ein Drittel des Vorjahreswertes sinken. 2008 hatte Bauer eine Konzernleistung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und einen Gewinn von 107,5 Millionen Euro ausgewiesen.
Die Auftragseingänge gingen von Januar bis September um gut ein Drittel auf 815,9 Millionen Euro zurück. Die stärksten Rückgänge verzeichnete Bauer dabei bei seinen Baumaschinen. Während kleinere Standardgeräte derzeit kaum nachgefragt werden, betrafen die Bestellungen in den vergangenen Monaten im Wesentlichen nur die grösseren Spezialgeräte. Insgesamt gingen in den ersten neun Monaten fast 45 Prozent weniger Aufträge ein als noch im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn brach um mehr als 50 Prozent ein.
Aber auch im Baugeschäft hinterliess die Wirtschaftskrise ihre Spuren. Die Auftragseingänge schrumpften im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel. Das operative Ergebnis ging um fast ein Drittel zurück. Bauer führte dies vor allem auf die schwierigen Marktbedingungen in Osteuropa und im Nahen Osten zurück. Zuwächse verzeichnete hingegen Bauer in seiner kleinsten Sparte Resources. Im Umweltbereich liefen die Geschäfte nahezu in allen Sparten gut, hiess es.
Weltweit führt Bauer Bautätigkeiten aus und stellt Maschinen und Geräte für den Spezialtiefbau und die Förderung von Bodenschätzen her. Zudem erbringt die Gesellschaft auch Leistungen in Umwelttechnik, Bauwerksanierung, Brücken- und Kläranlagenbau sowie Bergbau und Projektentwicklung. Direkter Konkurrent ist die italienische Trevi./ne/tw

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