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Bauern protestieren mit Blockaden

Mit Protesten reagieren Bauern auf die angekündigten Preissenkungen des Grossverteilers Coop.

(Keystone)

Hunderte von Bauern haben am frühen Montagmorgen (08.01.) vor drei Coop-Verteilzentren in der Deutschschweiz Protestaktionen gegen die geplanten Preissenkungen des Grossverteilers begonnen.

Vor den Verteilzentren Brünnen (Kanton Bern), Gossau (Kanton St. Gallen) und Wallisellen (Kanton Zürich) standen kurz nach 06.00 Uhr jeweils 200 bis 300 Traktoren. Ziel sei nicht, den Verkehr zu behindern, erklärte Werner Salzmann, Präsident vom bäuerlichen Zentrum. Die Fahrzeuge seien auf Felder parkiert worden. Dies sei im voraus mit Bauern abgesprochen worden. Auch vor dem Bundesamt für Landwirtschaft besammelten sich Demonstranten.

Friedlicher Protest in Bern

Die protestierenden Bauern seien am frühen Morgen mit rund 150 Traktoren auf einer Wiese in der Nähe der Autobahnauffahrt Bern-Brünnen vorgefahren, sagte der Sprecher der Stadtpolizei Bern, Franz Märki. Die Bauern hätten Transparente aufgehängt.

Die Einfahrt zum Coop-Verteilzentrum in Bern-Brünnen sei nicht blockiert worden. Die Polizei sei vor allem für die Verkehrsregelung vor Ort gewesen. Es habe bisher keine Probleme gegeben, das Ende des Protests stehe bevor.

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) unterstützt die Aktion der Landwirte nicht aktiv. In einer Mitteilung schreibt der SBV, dass man gegen "friedliche Mahnwachen" nichts einzuwenden habe. Weiter dankt der Bauerband den Bauern für ihre Vernunft und ist froh, dass es nicht zu Behinderungen gekommen ist.

Anliegen der Bauern berücksichtigen

Der SBV hofft, dass die Regierung bei ihren künftigen Entscheiden, den Anliegen der Bauernfamilien Rechnung trägt. Insbesondere soll auf eine Zielpreissenkung verzichtet werden und endlich eine transparente Deklaration durchgesetzt werden.

Bei den anberaumten Gesprächen mit den Grossverteilern, werde es die Preissituation für die verschiedenen Produktionsegmente und das Mitmachen in den Branchenorganisationen zu besprechen geben. Dabei sei man zuversichtlich, dass das Ergebnis positiv ausfalle.

Coop wundert sich

Der Grossverteiler Coop wunderte sich über die neue Aktion, zumal die jetzt erhobenen bäuerlichen Forderungen nicht neu und wie vereinbart Thema der Diskussionen vom 27. Januar seien. "Es werden offene Türen eingerannt", sagte Coop-Sprecher Karl Weisskopf. Er bekräftige die Gesprächsbereitschaft des Unternehmens.

swissinfo und Agenturen





























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