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BERLIN/LEVERKUSEN (awp international) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat bei der Entwicklung eines neuen Mittels zur Behandlung der Bluterkrankheit einen Rückschlag erlitten. Der Konzern beendete eine klinische Studie der Phase II mit lang wirksamem Faktor VIII zur Hämophilie-Behandlung vorzeitig. Der primäre Studienendpunkt sei nicht zu erreichen gewesen, teilte Bayer Schering Pharma am Montag zur Begründung mit. Bedenken zur Sicherheit habe es nicht gegeben. Bayer Aktien gerieten in einem schwachen Marktumfeld deutlich unter Druck.
"Obwohl wir von dem Ergebnis der Zwischenanalyse enttäuscht sind, halten wir an dem umfangreichen Programm zur Entwicklung von lang wirksamen Hämophiliepräparaten fest", sagte Kemal Malik, Bayer Schering Pharma-Vorstandsmitglied. Die nun vorzeitig beendete Studie sollte belegen, dass der Wirkstoff BAY79-4980 einem Vergleichspräparat in der Wirkung nicht nachsteht.
BAYER-AKTIE UNTER DRUCK
Am Finanzmarkt war die Reaktion deutlich. Bayer waren mit einem Abschlag von 1,63 Prozent auf 50,59 Euro einer der schwächsten Werte im Leitindex Dax, der zeitgleich 0,42 Prozent auf 5.671,47 Punkte einbüsste. Nach den negativen Nachrichten bekräftigte das Bankhaus Merck Finck & Co seine Verkaufsempfehlung für die Aktien. Experte Carsten Kunold wies gleichzeitig darauf hin, dass Bayer derzeit weitere lang wirksame Faktor VIII Komponenten entwickle.
Hämophilie A, auch als Faktor-VIII-Mangel oder klassische Hämophilie bezeichnet, ist den Angaben zufolge im Wesentlichen eine ererbte Blutgerinnungsstörung, bei welcher eines der für die Bildung von Blutgerinnseln erforderlichen Proteine fehlt oder nicht ausreichend vorhanden ist. Typ A ist laut Bayer die häufigste Form der Hämophilie. Sie wird durch das fehlende oder defekte Blutgerinnungsprotein namens Faktor VIII verursacht. Charakteristisch für Hämophilie A seien verlängerte oder spontane Blutungen, insbesondere in die Muskeln, Gelenke oder in innere Organe. Weltweit litten schätzungsweise rund 400.000 Menschen an Hämophilie./jha/tw

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