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(Mit weiteren Angaben)
BEAVERTON (awp international) - Nike ist in anhaltend guter Form. Im ersten Geschäftsquartal (Ende August) verkaufte der weltgrösste Hersteller von Sportartikeln deutlich mehr T-Shirts, Schuhe und Hosen als vor einem Jahr. "Wir hatten ein grossartiges erstes Quartal", fasste Konzernchef Mark Parker am Donnerstag in Beaverton (US-Bundesstaat Oregon) zusammen.
Der Umsatz des Adidas- und Puma-Rivalen verbesserte sich um 8 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro). Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf unterm Strich 559 Millionen Dollar zu. Das Management hatte in der Wirtschaftskrise das Unternehmen umgebaut und profitiert jetzt von den Einsparungen.
Dank eines dicken Auftragspolsters dürfte der Lauf anhalten: Die Kunden bestellten für das kommende halbe Jahr Waren im Wert von 7,1 Milliarden Dollar. Das sind 10 Prozent mehr Aufträge als noch vor einem Jahr. Besonders in den Schwellenländern mit China an der Spitze greifen die Kunden zu Schuhen und Bekleidung aus dem Hause Nike. Auch Nordamerika läuft stark. Europa orderte leicht unterdurchschnittlich.
Die Aktie stieg nach Börsenschluss in New York um fast 3 Prozent. Mit einem derart guten Abschneiden hatten die Analysten nicht gerechnet. Auch die Papiere von Adidas und Puma legten beflügelt durch die guten Geschäfte beim Branchenprimus am Freitag zu.
"Das Wachstum ist nicht nur Nike-spezifisch, der weltweite Sportartikelmarkt wächst", sagte Analyst Jürgen Kolb von der Bank Cheuvreux. Sein Kollege Ingbert Faust von Equinet interpretierte die Zahlen als positives Zeichen für die Marktbedingungen in Nordamerika und China.
Die gesamte Branche hatte mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen und mit Stellenstreichungen reagiert. Gestützt von der wirtschaftlichen Erholung und der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika wendete sich das Blatt aber um den Jahreswechsel. Auch Adidas hatte zuletzt glänzende Zahlen vorgelegt, Puma indes wuchs langsamer.
Adidas hatte jedoch auch einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Die Herzogenauracher waren offizieller WM-Sponsor und schon alleine durch ihren Ball stets auf dem Spielfeld präsent. Adidas stattete zwölf Teams aus, Nike neun und Puma sieben.
Nike versucht derzeit, auf dem wichtigen europäischen Fussball-Markt Fuss zu fassen. Die Amerikaner hatten vor zwei Jahren den schwächelnden britischen Sportartikel-Hersteller Umbro gekauft und damit ihr Standbein in der alten Welt gestärkt. In Deutschland rüstet Nike unter eigenem Emblem unter anderem den Leichtathletik-Verband aus./das/ck/zb

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