Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

HAMBURG (awp international) - Der Hamburger Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat im zweiten Quartal dank des schwachen Euro und der Erholung der Klebersparte Umsatz und Gewinn gesteigert. Das industrielastige Tesa-Geschäft holte nach den drastischen Einbrüchen im Krisenjahr 2009 organisch wieder kräftig auf und trug ein Sechstel zum operativen Gewinn bei. Einige Beobachter waren aber enttäuscht vom organischen Wachstum der Consumersparte mit der Flaggschiffmarke Nivea. Die Aktie des im Dax notierten Unternehmens fiel an der Frankfurter Börse um 4,11 Prozent auf 43,96 Euro.
"Besonders erfreulich verlief die Entwicklung im Unternehmensbereich Tesa, der den positiven Trend der ersten Monate in allen Regionen weiter fortsetzen konnte", sagte Vorstandschef Thomas Quaas. "Die Regionen im Bereich Consumer entwickelten sich mit unterschiedlicher Ausprägung. Insgesamt haben sie noch nicht wieder ganz zu ihrer alten Dynamik zurückgefunden."
Konzernweit erhöhte sich der Umsatz von 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,63 Milliarden Euro. In Europa kam Beiersdorf kaum vom Fleck. Dabei verringerte sich der Umsatzanteil dieser Region auf unter zwei Drittel. Auf dem aufsteigenden Ast war dagegen das Geschäft in Nord- und Südamerika sowie im Rest der Welt. Starkes Wachstum verzeichneten die Hamburger besonders in grossen Teilen Asiens mit Ausnahme Japans. Auch Osteuropa, wo Beiersdorf in der Vergangenheit sehr stark war, ist nach dem Krisenjahr noch nicht wieder zu einem Zugpferd geworden.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 146 auf 199 Millionen Euro zu. Hier steuerte Europa mit mehr als 80 Prozent erneut den Löwenanteil bei, der Anteil schrumpft aber zugunsten des Überseegeschäfts. Auf dem amerikanischen Kontinent kam Beiersdorf aus den roten Zahlen heraus und verdiente dort 13 Millionen Euro, im Rest der Welt waren es 19 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn von 87 auf 126 Millionen Euro.
Die Vorzeigemarke Nivea blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Schwäche wurde aufgefangen von der in Apotheken verkaufte Marke Eucerin. Sie trug sehr zum Umsatz- und Gewinn-Wachstum in den Stammmärkten bei und zeigte sich von allen Beiersdorf-Marken in der Krise als die widerstandsfähigste. Das Klebergeschäft mit Tesa befindet sich vor allem wegen des wieder an Fahrt aufnehmenden Industriegeschäfts mit der Automobil- und Elektronikbranche im Aufwind.
Für das Gesamtjahr peilen die Hamburger weiterhin eine EBIT-Rendite von über elf Prozent an. Dabei soll das Consumergeschäft deutlich über dieser Marke liegen. Grosses Potenzial sieht Beiersdorf in China, Russland und Brasilien. Für Tesa hob das Unternehmen das Rendite-Ziel von ?leicht über acht Prozent? auf ?leicht über neun Prozent? an./fn/nl/she

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???