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Bern (awp) - Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr sowohl die Erträge als auch den Gewinn gesteigert. Die Bank habe den Vorsteuergewinn zum achtzehnten Mal in Folge steigern können, teilte die BEKB am Mittwoch mit. Ausserdem sei die Eigenmittelausstattung solide.
Der Jahresgewinn nach Steuern erhöhte sich um 5,5% auf 124,4 (VJ 118,0) Mio CHF. Wie bereits in der Vorwoche publiziert wuchs der Gewinn vor Steuern um 2,9% auf 159,9 (155,4) Mio CHF. Die Aktionären sollen in den Genuss einer auf 5,10 CHF von 4,80 CHF erhöhten Dividende kommen.
Der Betriebsertrag (netto) wuchs auf 506,4 (497,8) Mio CHF, wie die BEKB am Donnerstag mitteilte. 61,7% davon stammen aus dem Zinserfolg. Dieser legte in der Berichtsperiode um 2,8% auf 358,2 Mio CHF zu. Die über Jahre konsequent angewandte Kreditpolitik, die dynamische Kreditbewirtschaftung und die tiefen Zinsen hätten bewirkt, dass die gefährdeten Erträge mit 0,6 Mio CHF auf tiefem Niveau lagen.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg auf 89,9 (85,4) Mio CHF. Im Handelsgeschäft ging der Erfolg dagegen auf 22,7 (25,4) Mio CHF zurück.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 4,3% auf 252,6 Mio CHF. Dazu hätten der gezielte Ausbau der Kundenberatung, die Verstärkung der Marketingaktivitäten und die Einführung einer IT-Plattform der neusten Generation geführt. Die Cost-Income-Ratio lag leicht unterhalb des Zielbereichs von 50% bis 55%.
In der Bilanz wuchs die Summe per Ende 2010 auf 24,3 (24,0) Mrd CHF. Dabei erhöhten sich die Kundenausleihungen insgesamt um 4,3% auf 16,6 Mrd CHF, davon machten die Hypothekarforderungen 15,6 Mrd CHF (+4,6%) aus. Die BEKB habe insbesondere kleine und mittlere Engagements in den Kantonen Bern und Solothurn gefördert. Infolge des anhaltend tiefen Zinsniveaus wurden vermehrt Hypotheken mit festen Laufzeiten abgeschlossen. Der Bestand an Festzinshypotheken machte 82,2 (77,1)% aus.
Auf der Passivseite sind die Kundengelder im engeren Sinne (Spareinlagen, Kassenobligationen und übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden) auf 19,6 (19,3) Mrd CHF gestiegen. Insgesamt wuchs die Anzahl Sparkonti und Sparhefte um rund 10'000 auf über 776'000. Die Anzahl der Wertschriftendepots erhöhte sich auf über 100'000, die betreuten Vermögenswerte der Kundinnen und Kunden erreichten 20,5 (20,3) Mrd CHF.
Die Eigenmittelausstattung sei sehr solide, so die Bank weiter. Das Eigenkapital belief sich per Ende 2010 auf 1'239 (1'186) Mio CHF und liege damit deutlich über dem gesetzlich geforderten Eigenmittelerfordernis. Die Eigenmittelquote (inklusive Reserven für allgemeine Bankrisiken) beträgt gemessen an der Bilanzsumme 7,7%, die Kernkapitalquote 18,0 (17,2)%.
In der Kurzmitteilung vor einer Woche kündigte die BEKB auch den Wechsel an der Spitze der Geschäftsleitung an: Jean-Claude Nobili tritt Ende Jahr nach Erreichen der Altersgrenze als Leiter der Geschäftsleitung zurück und übergibt das Amt seinem Stellvertreter Hanspeter Rüfenacht.
Die BEKB hatte sich zum Ziel gesetzt, über eine Zeitspanne von zehn Jahren (2003 bis 2012) einen Free-Cash-Flow oder netto erarbeitete Mittel (NEM) von 800 Mio bis 1 Mrd CHF zu erwirtschaften. Mit insgesamt 1'030 Mio CHF liege der geschaffene Mehrwert bereits nach 8 Jahren über dem Zielpfad. Allerdings seien die Mittel je nach Wirtschaftslage oder den getätigten Investitionen hohen Schwankungen ausgesetzt.
Die bis 2012 netto erarbeiteten Mittel sollen im Verlauf der Zehnjahresperiode je zur Hälfte den Eigentümern ausgeschüttet beziehungsweise für die Entwicklung der Bank verwendet werden. Eine Nachhaltigkeitsprämie von *% der netto erarbeiteten Mittel werde den Mitarbeitenden, der erweiterten Geschäftsleitung sowie dem Verwaltungsrat ausbezahlt, sofern innerhalb der Zehnjahresperiode mindestens 500 Mio CHF erzielt werden.
In der Konzernrechnung (inkl. RTC Real-Time Center AG, Legando AG, Berimag AG und BioMedCredit AG) erreichte die Bilanz 24,4 Mrd CHF. Der Gewinn vor Steuern stieg um 2,5% auf 162 Mio CHF und der Konzerngewinn wuchs um 5,2% auf 126 Mio CHF.
mk/ps/ra

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