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Belebt statt zerfallen

In den kleinen Häuschen (Zellen) lebten zur Klosterzeit die Geistlichen.

(Keystone Archive)

Die Stiftung Kartause Ittingen feiert ihren 25. Geburtstag. Anstatt zu zerfallen ist das ehemalige Kloster heute schweizweit bekannt.

Die wohl in der ganzen Schweiz bekannteste Einrichtung im Thurgau ist ein ehemaliges Kloster: die Kartause Ittingen. Dieses Wochenende feiert die Stiftung, die die Anlage vor dem Verfall bewahrte und zu einem Erfolg machte, ihren 25. Geburtstag

Gegründet wurde die Stiftung Kartause Ittingen am 20. April 1977, um die in einem miserablen Bauzustand befindliche Anlage vor dem Zerfall zu retten. Ziel war es, nicht nur den Bau zu retten, sondern ihn auch wieder zu beleben.

Stiftungsrat mit bekannten Namen

In der Stiftung fanden sich Interessierte zusammen, die Bau, Renovation und Betrieb möglich machen wollten. Das Spektrum der Mitglieder reichte vom Kanton, über die Privatwirtschaft bis zur evangelischen Kirche. Noch heute spiegelt der Stiftungsrat die Vielfalt der fast 6000 Stiftungsmitglieder.

Zu ihm gehören beide Thurgauer Ständeräte, aber auch Hortense Anda-Bührle, der Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann, Nationalrätin Rosmarie Simmen, ein Vertreter der evangelischen Kirche des Kantons und auch der ehemalige PTT-Chef Felix Rosenberg. Wobei dieser Ehrepräsident ist, weil er 1975 als junger Thurgauer Regierungsrat die Stiftungsidee mit ins Leben rief.

Teure Rettung

Der Kanton konnte sich nämlich damals die Aufgabe, das zerfallende Kloster zu retten, nicht leisten - deshalb die Stiftung. Sie bezahlte 1977 an die Eigentümerfamilie 6,5 Mio. Franken für Bauten und Land.

Bis 1983 wurden dann gut 40 Millionen für Wiederaufbau, Neubau und Restauration ausgegeben. Seither sind weitere rund 28 Mio. Franken dazu gekommen.

Konzerte, Tagungen, Ausstellungen, Landwirtschaft

Zur Kartause Ittingen, wie sie heute in der Schweiz bekannt ist, gehören die Klosteranlage samt Kirche und Gastbetrieb sowie ein Landwirtschaftsbetrieb. In den Bauten wird ausserdem ein Restaurant und ein Hotel betrieben. Ferner sind im Kloster die evangelische Heimstätte Tecum, zwei Museen sowie ein Wohnheim und Werkbetrieb für etwa 50 psychisch und geistig Behinderte untergebracht.

In der Kartause finden Konzerte und Tagungen statt. Sie gilt als eines der bekanntesten Schweizer Tagungshotels. Die Klostergärten beherbergen eine ansehnliche Sammlung alter Rosensorten.

Zum Gutsbetrieb gehören knapp 100 Hektaren Land und ein eigener See: der Nussbaumersee. Und seit 1999 können nicht nur das Thurgauer Kunstmuseum und das Ittinger Museum, sondern auch ein begehbares Labyrinth besucht werden.

swissinfo und Lieselotte Schiesser (sda)


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