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(ergänzt mit weiteren Details, Analysten-Stimmen, Sprecher etc.)
Basel (awp) - Der Basler Fleischverarbeiter Bell Holding AG und die Liechtensteiner Hilcona AG wollen ihre Aktivitäten im Bereich Frisch-Convenience neu unter dem Dach von Hilcona vereinen. Im Rahmen des geplanten Zusammenschlusses bringt Bell ihre Geschäftseinheit Convenience in die Hilcona-Gruppe ein und beteiligt sich im Gegenzug mit 49% an Hilcona. Bell wird ausserdem in vier Jahren - also 2015 - weitere 2% des Kapitals erwerben und damit Mehrheitsaktionär werden.
Über die genauen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart, wie Sprecher Davide Elia auf Anfrage sagte. Die Bank Vontobel schätzt den Preis für die 49% an Hilcona auf rund 100 bis 150 Mio CHF. Der Zusammenschluss muss noch von der Wettbewerbskommission (Weko) bewilligt werden.
Ziel der Kooperation sei es, in der Schweiz und in Europa "beschleunigt und profitabel weiter zu wachsen", heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Gesellschaften vom Donnerstag. Bell etabliere sich mit dieser strategischen Beteiligung noch stärker im schnell wachsenden Bereich Frisch-Convenience. Und Hilcona werde durch die Transaktion in diesem Bereich zu einem Vollsortimentsanbieter und stärke damit die Bereiche Tiefkühlprodukte und Konserven. Das Unternehmen werde wie bisher den Lebensmitteleinzelhandel, den Discount-Kanal, den Impulsbereich, die Gastronomie und die Industrie im Heimatland Schweiz und in der benachbarten EU bedienen.
Hilcona soll als "eigenständiges Unternehmen mit zwei starken Aktionären" weitergeführt werden. Der neue Verwaltungsrat wird aus drei Mitgliedern seitens Bell und vier Vertretern der Toni Hilti Familien-Treuhänderschaft zusammengesetzt. Als Präsident des Verwaltungsrates wird Jürgen Hilti vorgeschlagen. Die Familie Toni Hilti werde das Unternehmen weiterhin strategisch und in operativen Funktionen mitprägen, heisst es.
Hilcona hat laut Mitteilung 2010 das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte realisiert, für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von deutlich über 400 Mio CHF. Zur Profitabilität wollte der Bell-Sprecher keine Auskunft geben. Die Bank Vontobel schätzt die EBIT-Marge auf 10-12%.
Geplant sei, die bestehenden Werke weiter auszubauen, heisst es. Hilcona mit Sitz in Schaan beschäftigt neu rund 1'300 Mitarbeitende an vier Standorten. Das Unternehmen werde von der heutigen Geschäftsleitung der Hilcona und der heutigen Leitung der Geschäftseinheit Bell Convenience - unter Führung von CEO Gerhard Evers - geleitet werden. Es sei kein Abbau von Arbeitsplätzen geplant, heisst es. Im Gegenteil: Durch das anvisierte Wachstum solle die Zahl der Mitarbeiter ansteigen.
Hilcona sieht in der Kooperation die Möglichkeiten zur Erschliessung neuer Wachstumschancen in der Schweiz und in Europa. Mit der Integration von Bell Convenience werde man zu einem umfassenden Anbieter von frischer und ultrafrischer Convenience in den Sortimentsbereichen Sandwiches, Pizzen, Pasta, Salate, Frischgerichte, Saucen, Suppen, Müesli und weiteren Produkten.
Bell Convenience (Umsatz 2010 gemäss Bell-Sprecher rund 80 Mio CHF) ihrerseits habe durch die positive Entwicklung der letzten Jahre die Kapazitätsgrenzen erreicht. Es sei deshalb eine strategische Weichenstellung notwendig geworden, um auch künftig im Bereich Frisch-Convenience weiter wachsen zu können. Die Kooperation mit Hilcona biete dafür "ideale Voraussetzungen".
Analysten äussern sich positiv zum Deal. "Wir sehen die Transaktion als klugen strategischen Schachzug", meint etwa die ZKB in einem Kommentar. Convenience sei eines der interessantesten Wachstumssegmente; Bell sei hier überdurchschnittlich gewachsen, und Hilcona sei nach der geplanten Transaktion einer der grössten Player in diesem Segment. Die Bank Vontobel ihrerseits meint, die gemeinsame Unternehmung werde ein kompetitiver Player in der EU im Bereich Convenience sein.
Die Aktie hat denn auch in der Eröffnung 0,6% auf 1'835 CHF zugelegt. Vontobel hat ein Rating "Hold" für die Aktie, das Kursziel von derzeit 1'800 CHF wird überprüft.
uh/rt

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