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Bern: Doch keine Gebühren für Blindenhunde

Nach der heftigen Opposition müssen für Blindenhunde in Bern weiterhin keine Steuern bezahlt werden. (Bild: www.blindenhunde.at) Bild: www.blindenhunde.at

Blinde in der Stadt Bern müssen voraussichtlich doch keine Gebühren für ihre Hunde bezahlen. Die Berner Stadtregierung machte einen Rückzieher, nachdem die neue Steuer eine Welle des Protests ausgelöst hatte.

Dieser Inhalt wurde am 30. Mai 2001 publiziert Minuten

Ab sofort werden in Bern an Besitzer von Blindenhunden keine Rechnungen mehr verschickt. Dies hat die Berner Stadtregierung entschieden. Die Erhebung einer Hundesteuer von 100 Franken für Blindenhunde sei ein Irrtum gewesen, sagte Stadtpräsident Klaus Baumgartner. Der Gemeinderat sei froh, dass ihn die Öffentlichkeit auf das Versehen aufmerksam gemacht habe.

Die Exekutive reagiert damit auf den Wirbel, den die vergangene Woche publik gewordene Neuerung bei Blinden-Organisationen, der Bevölkerung, bei Berner Tierärzten und der SVP ausgelöst hatte.

Er habe Verständnis für den Protest, sagte Polizeidirektor Kurt Wasserfallen ganz im Sinn wie es ein Betroffener selbst gesagt habe: "Mein Hund, das sind meine Augen." Kein Verständnis habe er allerdings dafür, dass seine Frau mit teilweise "sehr bösen anonymen Telefonanrufen" in dieser Sache belästigt worden sei.

Zuständig für eine allfällige Änderung des neuen Gebührenreglements ist schliesslich das Stadtberner Parlament. Dort ist bereits eine Motion hängig, die ebenfalls den Rückzug der umstrittenen Gebühren fordert.

Nach Angaben der Blinden-Organisationen wäre die Stadt Bern die einzige Gemeinde der Schweiz gewesen, die auf Blindenhunde die Hundetaxe erhoben hätte.

swissinfo und Agenturen

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