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Beschäftigung nimmt ab

Die Zahl der erwerbstätigen Frauen stieg um 0,7 Prozent.

(Keystone Archive)

Im letzten Quartal nahm sowohl die Anzahl Erwerbstätiger als auch jene der Beschäftigten gegenüber der Vorjahresperiode ab.

Damit war die Beschäftigung erstmals seit vier Jahren rückläufig, wie das vom Bundesamt für Statistik am Donnerstag publizierte Beschäftigungs-Barometer zeigt.

Ende März 2002 wurden in der Schweiz 3,953 Mio. Erwerbstätige gezählt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 0,2 Prozent. Im Gegensatz zum Rückgang bei den Männern (-0,8 Prozent) stieg die Zahl der erwerbstätigen Frauen nochmals leicht um 0,7 Prozent auf 1,690 Mio. an.

Die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen nahm zu. Mit Ausnahme der Asylsuchenden stieg sie in allen Kategorien und nahm insgesamt um 2,6 Prozent auf 1,036 Mio. zu. Bei den Schweizer Erwerbstätigen war ein Rückgang um 1,1 Prozent zu vermelden.

Industrie schlechter

Im ersten Quartal 2002 ging eine längere Wachstumsphase zu Ende. Erstmals seit Frühjahr 1998 nahm die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Industrie und im Dienstleistungssektor um 9500 volle Stellen (-0,3 Prozent) auf 3,609 Mio. ab.

Wesentlich dazu beigetragen habe der Rückgang der Vollzeitstellen um 1 Prozent (-25 900 volle Stellen) beigetragen. Entscheidend sei auch die Abnahme der Beschäftigten in der Industrie gewesen. Hier sank die Beschäftigung um 1,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2001.

Im Gegenzug nahmen die Teilzeitstellen weiterhin zu. Dies vor allem im Dienstleistungsbereich, wo die Zahl der Teilzeitstellen um 15'500 (+1,7 Prozent) zunahm und zu einer Gesamtzunahme von 0,3 Prozent in diesem Sektor führte.

Am stärksten nahm die Beschäftigung im Unterrichtswesen (+11'100 Stellen oder 4,9 Prozent) zu. Zulegen konnten auch das Versicherungs-Gewerbe (+7500; +3,8), die Dienstleister für Unternehmen (+10 300; +3,6) und der Grosshandel (+3500; +1,7). Abgenommen hat die Beschäftigung als Folge der Krise im Luftverkehr bei Reisebüros (-2200; -4,1) und in der Luftfahrt (-1700; -15,6).

Bauwirtschaft leidet

Der Rückgang im sekundären Sektor ist auf die negative Entwicklung im Baugewerbe (-5600 Stellen; -1,9 Prozent), im Maschinenbau (-3000; -3,0) und in der Metallindustrie (-3300; -3,8) zurückzuführen.

Mehr Angestellte wurden bei den Herstellern von medizinischen Geräten, Präzisions-Instrumenten und Uhren (+2100; +3,0) und in der Chemie verzeichnet. Jedoch verlangsamte sich in diesen Bereichen das in den Vorquartalen noch starke Wachstum.

In der Nahrungsmittel-Industrie konnte erstmals seit Dezember 2000 wieder ein Beschäftigungs-Zuwachs festgestellt werden.

Aussichten trübe

Die Indikatoren der Beschäftigungsstatistik (BESTA) würden in den nächsten Monaten auf eine weitere Schwächung des schweizerischen Arbeitsmarktes hinweisen, heisst es im Communiqué. Der Index der offenen Stellen lag mit 149,6 Punkten um 38 Prozent unter dem Niveau vom Frühjahr 2001.

Ausserdem beurteilten die Betriebe die Beschäftigungs-Aussichten deutlich schlechter. Nur noch 45,9 Prozent der befragten Betriebe sehen für die nächsten drei Monate gute Aussichten für die Beschäftigung. Im Frühjahr 2001 waren es noch 55,9 Prozent.

swissinfo und Agenturen


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