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Besetzung für Freilassung des WEF-Hackers

So präsentierten sich die Hacker den Medien - ob der Verhaftete allerdings einer davon ist, wird immer fraglicher.

(Keystone)

Rund 18 Aktivisten aus der Anti-WEF-Szene haben am Freitagmorgen (02.03.) in Bern vorübergehend das Sekretariat der Grünen Partei Schweiz besetzt. Sie fordern, dass der in Genf inhaftierte mutmassliche Hacker freigelassen wird. Dessen Schuld ist immer fraglicher.

Auf dem Sekretariat der Grünen wurden rund 18 maskierten Besetzer gezählt. Die Gegner des Davoser Weltwirtschaftsforums (WEF) protestierten mit Transparenten wie "Gegen Polizeiwillkür und Repression" sowie "Freiheit für David" gegen die Verhaftung des verdächtigten Hackers. Gegen Mittag zogen die Aktivisten wieder ab.

Grüner als Untersuchungsrichter

Das Generalsekretariat der Grünen sei ausgewählt worden, weil Marc Tappolet, der zuständige Genfer Untersuchungsrichter, der Grünen Partei angehört und als Hardliner bekannt ist, wie einer der Besetzer sagte.

Die Genfer Anklagekammer sollte am Freitag (02.03.) über eine Haftverlängerung des vor einer Woche Inhaftierten entscheiden. Dieser wird beschuldigt, einer der WEF-Hacker zu sein. Ein Kollektiv, das sich "Virtual Monkey Wrench" nennt, hat persönliche Daten von Tausenden von WEF-Teilnehmenden der Genfer WEF-Zentrale heruntergeladen.

Selbstverschulden des WEF

"Da der Spaziergang der 'Hacker' in die Homepage des WEF den Bonzen und Bullen dermassen peinlich ist, wird mit mehr als fadenscheinigen Argumenten ein Schuldiger konstruiert", heisst es in einer Erklärung der Besetzer. Sie fordern die Freilassung des Verhafteten, der aus dem Umfeld der gewerkschaftlichen Organisation "Freie ArbeiterInnen Union Schweiz" (FAUCH) stammen soll.

Unterdessen wurde in den Medien mehrmals die Frage aufgeworfen, ob der Verhaftete tatsächlich einer der Hacker ist. Dies scheint immer fraglicher, da bei der Untersuchung der WEF-Server durch die Polizei klar wurde, dass das System so schlecht konfiguriert war, dass beinahe jeder Computernutzer die Daten hätte einsehen können.

swissinfo und Agenturen


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