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Besserer Schutz gegen Maul- und Klauenseuche

Damit die Maul- und Klauenseuche hierzulande nicht um sich greift, verschärft die Schweiz ihre Einfuhrbestimmungen.

(Keystone Archive)

Die Angst vor Maul- und Klauenseuche hat in der Schweiz nun auch Auswirkungen auf den privaten Reiseverkehr. Das Bundesamt für Veterinärwesen verbietet die Einfuhr von Fleisch aus Grossbrittannien. Gleichzeitig hat der Bundesrat neue Schutzmassnahmen gegen BSE beschlossen.

Wegen der verschärften Seuchenlage in Europa hat das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) zusätzliche Schutzmassnahmen angeordnet. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Seuche nicht mit Tieren, Nahrungsmitteln, Futtermitteln, Streue, Mist, Gülle oder Transport-Fahrzeugen in die Schweiz eingeschleppt wird. Die neuen Massnahmen werden auf Grund einer Risikoanalyse getroffen, die das BVET vorgenommen hat. Sie hat ergeben, dass wegen des schwer kontrollierbaren Tierverkehrs in der EU mit einer weiteren Ausbreitung der Seuche gerechnet werden muss.

Verschärfte Massnahmen

Neben Massnahmen im Reiseverkehr dürfen leere Tiertransporter nur noch in die Schweiz einfahren, wenn die Fahrer mit einem amtstierärztlichen Zeugnis belegen können, dass der Laderaum nach dem letzten Tiertransport gereinigt und desinfiziert wurde. Im Handelsverkehr darf aus Ländern mit Maul und Klauenseuche (MKS) - derzeit Grossbritannien, Irland, Frankreich und die Niederlande - kein Fleisch mehr in die Schweiz gelangen. Auch die Einfuhr von Fleischerzeugnissen aus Grossbritannien wird verboten, während sie in den anderen drei Ländern nur unter sichernden Bedingungen zugelassen werden.

Lamm- und Ziegenfleisch darf aus der ganzen EU nicht mehr eingeführt werden. Fleischerzeugnisse mit weniger als 20 Prozent Fleischanteil, sowie Milch und verarbeitete Milchprodukte aus der EU müssen neu grenztierärztlich untersucht werden. Zudem bedarf die Einfuhr von Heu, Stroh, Mist und Gülle aus allen EU-Staaten einer Bewilligung. Diese Bewilligung wird nur erteilt, wenn das Material aus Gegenden stammt, die frei von MKS sind.

Bereits seit dem 13.März werden zudem keine Ein- und Durchfuhr-Bewilligungen mehr für lebende Klauentiere aus allen EU-Ländern erteilt. Aus Grossbritannien dürfen auch keine Pferde mehr eingeführt werden.

Die Bauern zeigten sich erfreut über die Massnahmen. "Die Vorkehrungen müssten aber laufend neu beurteilt werden, um die Seuche von der Schweiz fernzuhalten", sagte Thomas Jäggi vom Schweizerischen Bauernverband.

Um die Bevölkerung über die Gefahren der Maul und Klauenseuche aufzuklären, hat das BVET einen Videofilm lanciert. Wachsam sein, heisst die Devise. Der Film war schon vor einem Jahr in Auftrag ggeben worden. Er war für die Sensibilisierung der Tierärzte gedacht und erhielt nun unerwartete Aktualität. Er kann auf swissinfo angesehen werden. Der Button, der angeklickt werden muss, befindet sich auf der Frontseite.

Neue Schutzmassnahmen gegen BSE

Auch gegen den Rinderwahnsinn wird auf Bundesebene vorgegangen. Am Mittwoch (28.03.) hat der Bundesrat neue Schutzmassnahmen beschlossen. So muss die Schlachttechnik geändert werden, damit kein Gehirnmaterial in die Blutbahn der Tiere gerät. Bestimmte Arten der Pressluftbetäubung und die Technik des Rüttelns, das Zerstören der Hirnbasis, werden verboten.

Zudem müssen nun auch bei Schafen und Ziegen Risikoorgane entfernt werden, wie das Bundesamt für Veterinärwesen mitteilte. Mir dieser Änderung der Tierseuchen-Verordnung hat die Schweiz eine EU-Massnahme nachvollzogen. Mit den beschlossenen Änderungen soll die Sicherheit der Konsumenten noch weiter verbessert werden, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Veterinärwesen.

swissinfo und Agenturen


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