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Bilfinger Berger: Vorstandschef Koch will Dienstleistungsgeschäft ausbauen

MANNHEIM (awp international) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger will die Industrieservice-Sparte unter seinem künftigen Vorstandschef Roland Koch weiter ausbauen. "Dieses Geschäft setzt spezielles Know-how voraus. Daher sind bei überschaubaren Risiken gute Margen zu erzielen", sagte Koch der "Financial Times Deutschland" (FTD/Dienstagausgabe). Bereits jetzt zähle die Sparte zu den Marktführern in Europa und sei mit Abstand Spitzenreiter in Deutschland. "Wir werden unsere Aktivitäten weiter internationalisieren", sagte er.
Damit will Koch die Linie des scheidenden Unternehmenschefs Herbert Bodner in wesentlichen Punkten fortsetzen. Bislang hatte der frühere hessische Ministerpräsident über seinen Job im MDax notierten Konzern in der Öffentlichkeit geschwiegen. Seit März sitzt Koch im Bilfinger-Vorstand und übernimmt am 1. Juli offiziell die Leitung des Dienstleistungs- und Baukonzerns mit mehr als 58.000 Beschäftigten.
In den vergangenen Jahren hatte Bodner mit einer Reihe von Zukäufen Bilfinger Berger vom Baukonzern zum Dienstleister umgebaut. Im klassischen Baugeschäft konzentriert sich Bilfinger nach dem jüngsten Verkauf seiner australische Bau-Tochter Valemus auf Deutschland und Europa.
Kochs Start als Manager wird von einer schwelenden Korruptionsaffäre bei der afrikanischen Beteiligung Julius Berger Nigeria erschwert. Die Bilfinger-Beteiligung steht im Verdacht, in Nigeria über Jahre hinweg systematisch Aufträge mit Bestechungsgeld erkauft zu haben. Nach US-Behörden ermittelt dazu inzwischen auch die deutsche Staatsanwaltschaft. Ein Konzernsprecher wollte sich dazu nicht äussern, hiess es. Bodner hatte im Frühjahr angekündigt, Bilfinger werde aus Julius Berger Nigeria aussteigen./mne/wiz

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