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Bilfinger Berger-Chef: Lage beim Wirtschaftsbau bleibt auch 2010 schwierig

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 09:30 publiziert

MANNHEIM (awp international) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger erwartet auch 2010 für den Wirtschaftsbau ein schwieriges Jahr. Beim öffentlichen Bau sei zu befürchten, dass "das gegenwärtige Niveau aus Haushaltsgründen nach Auslaufen der Konjunkturprogramme nach 2011 zur Disposition stehen könnte", sagte Unternehmenschef Herbert Bodner der "Börsen-Zeitung" (BöZ/Mittwoch). Der Investitionsstau wäre damit bei weitem nicht abgebaut. Dabei verwies Bodner auf die seit langem überfälligen Sanierungen von Abwassernetz und Brücken.
Auch nach dem geplanten Verkauf des Australien-Geschäfts und der damit reduzierten Bau-Sparte will der Bilfinger-Chef noch Chancen im Infrastrukturgeschäft wahrnehmen. "Wenn wir uns mit einem Abschied von unserem grossen Geschäft in Australien stärker regional beschränken, werden wir auch mit dann zwei Milliarden Euro Leistung in den Bereichen, in denen wir antreten, nicht an Stärke verlieren." Das deutsche Baugeschäft soll nach dem Umbau eine Leistung von mehr als eine Milliarde Euro haben. "Im Hochbau hatten wir zuletzt eine Leistung von 900 Millionen Euro, das wird deutlich weniger werden und sich bei etwa 500 Millionen Euro einpendeln. Beim Ingenieurbau liegen wir auch in dieser Grössenordnung", fügte Bodner hinzu.
Erst jüngst hatte der Mannheimer Konzern angekündigt, das schwankungsanfällige Baugeschäft um zwei Drittel einstampfen und das Dienstleistungsgeschäft ausbauen zu wollen. Finanziert werden soll der Ausbau unter anderem mit dem Erlös aus dem geplanten Börsengang der Australien-Aktivitäten. Marktgerüchten zufolge gibt es bereits mit dem Projektentwickler Lend Lease Group und dem Baudienstleister Laing O'Rourke Plc erste Interessenten an der australischen Tochter aus Australien. Mit dem Börsengang sollen den Spekulationen zufolge die Deutsche Bank, Macquarie und Royal Bank of Scotland (RBS) beauftragt werden. Ein Sprecher von Bilfinger Berger wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren./ne/nl/tw

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