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(Neu: Redecharts, Aktienkurs, Analysten.)
MANNHEIM (awp international) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat 2010 seine selbst gesteckten Ziele klar übertroffen und blickt optimistisch auf das laufende Jahr. Neben Verkaufserlösen sorgten starke Dienstleistungsgeschäfte und eine weitere Belebung des Baugeschäfts im Vorjahr für einen kräftigen Gewinnschub. "Bilfinger Berger hat das Geschäftsjahr 2010 mit Erfolg abgeschlossen", teilte der MDax-Konzern am Montag in Mannheim mit. Leistung, Auftragseingang und Auftragsbestand seien weiter gewachsen, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Konzernergebnis hätten sich laut den vorläufigen Berechnungen verdoppelt.
Das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von nicht weniger als vier Prozent sei bereits im Vorjahr erreicht worden. Für das laufende Jahr sei mit einem erheblich höheren Gewinn als 2010 zu rechnen. Leistung und EBIT dürften - ohne mögliche Zukäufe - mindestens in der Grössenordnung des Vorjahres liegen.
MEHR DIVIDENDE
Die Aktionäre will Bilfinger Berger am Erfolg mit einer deutlichen Dividendenerhöhung teilhaben lassen. Die Dividende für 2010 solle um 50 Cent auf 2,50 Euro je Aktie aufgestockt werden. Die von dpa-AFX befragten Experten hatten dies im Schnitt in etwa erwartet. Auch die Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Basis der Dividende ist ein auf 284 (Vorjahr 140) Millionen Euro mehr als verdoppelter Gewinn 2010. Alle Geschäftsfelder hätten dazu beigetragen, hiess es. Das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich 2010 nahezu auf 343 (173) Millionen Euro.
Im Vorjahr hatten millionenschwere Abschreibungen wegen eines Strassenbauprojekts in Doha den Konzern allerdings noch stark belastet. Die Bauleistung legte um fünf Prozent auf rund 8,1 Milliarden Euro zu. Dabei habe sich der Anteil der Dienstleistungen auf rund 80 Prozent erhöht. Der Auftragsbestand erhöhte sich um drei Prozent auf rund 8,6 Milliarden Euro, während der Auftragseingang um fünf Prozent auf gut acht Milliarden Euro kletterte.
SPIELRAUM FÜR ZUKÄUFE BEI MINDESTENS EINER MILLIARDE EURO
Das Baugeschäft wird von den Mannheimern planmässig weiter reduziert. Dazu diente auch der Verkauf der Australien-Aktivitäten Valemus im Dezember. Der Konzern rechnet im laufenden Jahr weiterhin mit einem Veräusserungsgewinn von rund 160 Millionen Euro. Dieser soll zum weiteren Ausbau der Dienstleistungen verwendet werden. Den Spielraum für Zukäufe sieht der Konzern nun bei mindestens einer Milliarde Euro. Damit liegt die Latte etwas höher als noch zuletzt. Mögliche Ziele seien alle drei Dienstleistungsbereiche. Priorität habe aber das Industrie- und Kraftwerksgeschäft. An den grundsätzlichen Kriterien für Zukäufe ändere sich unterdessen nichts.
Bilfinger Berger-Aktien büssten ihre anfänglichen deutlichen Kursgewinne im Verlauf vollständig ein. Zuletzt sank der Kurs um 0,94 Prozent auf 63,47 Euro. Der MDax legte hingegen zeitgleich um 0,36 Prozent auf 10.590,23 Punkte zu. Zwischenzeitlich waren die Titel bis auf 65,62 Euro geklettert. Händler führten die Kursverluste auch auf eine Herabstufung der WestLB zurück. Das Bankhaus begründet diese damit, dass nun alle sehr guten Nachrichten veröffentlicht seien.
Am Morgen hatten einige Händler noch den Ausblick positiv hervorgehoben. Wegen des im Sommer geplanten Stabwechsels des langjährigen Konzernchefs Herbert Bodner an den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch hatten Analysten eher mit vagen Aussagen gerechnet./jha/mne/tw

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