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Bern (awp) - Der Berner Stromkonzern BKW FMB Energie will in einer Überprüfung seiner Unternehmensstrategie die "Ausrichtung und Positionierung ausgewählter Aktivitäten" hinterfragen, wie er am Donnerstag mitteilt. Er warnt allerdings vor einem "vorzeitigen Abschalten" des KKW Mühleberg (KKM). Dies würde zum "raschen Strombezug aus fossiler Produktion während längerer Zeit" führen.
Der Berner Regierungsrat hatte am Mittwoch von der BKW eine grundsätzliche Überprüfung der Unternehmensstrategie verlangt, wobei sich der Konzern auch auf den Fall einer Abschaltung des KKW Mühleberg (KKM) vorbereiten solle. Wie der Stromkonzern am Donnerstag schreibt, habe er "unverzüglich die notwendigen Massnahmen in die Wege geleitet, um den ersten Erkenntnissen aus der Katastrophe von Fukushima optimal Rechnung zu tragen".
Die BKW arbeite intensiv auch an der Überprüfung der Sicherheit des KKM, heisst es weiter: "Sie hat aus den Erkenntnissen von "Fukushima" bereits erste Massnahmen abgeleitet und setzt dies nun um." Im Vordergrund sieht der Stromkonzern aber die konkrete Umsetzung von "oft abgelehnten Projekte im Bereich der neuen erneuerbaren Energien". Konkret nennt er die Projektrealisierung im Bereich Wasserkraft wie die Staumauer-Erhöhung Grimsel und die Energieeffizienz. Es gelte aber auch die Akzeptanz von Gaskraftwerken auszuloten.
Der Stromkonzern gibt sich "für alle sicheren, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Technologien offen", gegebenenfalls auch für "nach Japan weiterentwickelte, sicherere Kernkraft-Technologien". Die rot-grün dominierte Berner Kantonsregierung hatte den Stromkonzern auch aufgefordert, den Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs für Mühleberg II "ernsthaft zu prüfen".
tp/ra

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