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Bern (awp/sda) - Atomkritiker reagieren mit Skepsis auf die Ankündigung des Energiekonzerns BKW, das AKW Mühleberg vorzeitig für Sicherheitsnachbesserungen abzuschalten. Für den WWF stürzt sich BKW nun auf die Kühlwasserentnahme, die nur eines von vielen Problemen sei.
Auch die Risse im Kernmantel und alle weiteren Probleme müssten so gelöst werden, dass auch unabhängige Experten das AKW als sicher erachten könnten, teilte WWF Schweiz am Mittwoch mit. Das Kernkraftwerk im bernischen Mühleberg solle deshalb erst wieder ans Netz gehen, wenn sämtliche vom ENSI in den letzten Jahren festgehaltenen Mängel behoben seien.
Auch die Grünen kritisierten am Mittwoch den Fokus alleine auf die Kühlwasserentnahme. Aufgrund der weiteren "Gefahrenherde" müsse der bernische Regierungsrat "alles daran setzen, dass das AKW Mühleberg nach den Revisionsarbeiten vom Netz genommen und nicht wieder angeschlossen" werde.
Für die Aktivisten von Fokus Anti-Atom will BKW mit der früheren Abschaltung dem Bericht zuvorkommen, den das Unternehmen bis Donnerstag einreichen muss. Darin müssen die AKW-Betreiber aufzeigen, dass sie ein Hochwasser, wie es alle 10'000 Jahre droht, bewältigen könnten. BKW wolle wohl signalisieren, dass sie etwas für die Sicherheit mache, sagte Jürg Joss von Fokus Anti-Atom.
Wichtig sei aber die Frage, wie viel BKW am Ende für die weiteren Sicherheitsmassnahmen bei der Kühlwasserentnahme ausgeben wolle. Für sinnvolle Massnahmen brauche es nämlich hohe Beträge, fügte Joss an.
Die AKW-ade-Aktivisten werten die vorübergehende Abschaltung als Teilerfolg ihres Engagements. Der Energiekonzern BKW gestehe damit endlich ein, dass der Reaktor seit 40 Jahren eine grosse Gefahr für die Bevölkerung in den Regionen Bern, Biel und Freiburg darstelle.
BKW hatte am Mittwochmorgen mitgeteilt, das AKW Mühleberg schon am Donnerstag für Sicherheitsnachbesserungen abzuschalten. Die Bedenken betreffen eine Wasserzuleitung bei einem extremen Hochwasser. Das AKW wäre in fünf Wochen wegen der Jahresrevision sowieso vorübergehend vom Netz gegangen. BKW rechnet mit Kosten von 20 Mio CHF für die Beschaffung der Ersatzenergie.
cc

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