Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen will den Schwung aus dem Rekordjahr 2010 beibehalten und im Eiltempo an die Weltspitze in der Autobranche fahren. Schon in diesem Jahr seien neue Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Gewinn möglich, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz in Wolfsburg. "2011 dürfte ein gutes Jahr werden - für die Autoindustrie und für Volkswagen." Am Nachmittag sank der Kurs der Vorzugsaktie in einem schwachen Gesamtmarkt um 2,62 Prozent auf 115,35 Euro. Den endgültigen Zahlen fehlte Händlern zufolge der "Aha"-Effekt, es habe keine Überraschungen gegeben.
Neben dem Konzerngewinn von 7,2 Milliarden Euro und insgesamt mehr als sieben Millionen verkauften Fahrzeugen fuhr zuletzt auch die Kernmarke VW ein kräftiges Plus ein. Das operative Ergebnis stieg im vergangenen Jahr fast um das Vierfache auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Erstmals wurden über 4,5 Millionen Personenwagen ausgeliefert. "VW-Pkw ist die Speerspitze bei der globalen Entwicklung des Konzerns", sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Sie sei als Schrittmacher für neue Technologien wie Elektroautos unverzichtbar.
'BLITZSTART'
Winterkorn sprach mit Blick auf das Gesamtunternehmen von einem "Blitzstart" ins neue Jahr. Weltweit gingen allein im Januar und Februar bereits 1,2 Millionen Autos der neun Konzernmarken an die Kunden - 17,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Europas grösster Autobauer ist zuversichtlich, rasch weitere Bestmarken zu erreichen. Bis spätestens 2018 wollen die Wolfsburger Toyota als Weltmarktführer ablösen. "Von der Erreichbarkeit unserer strategischen Ziele sind wir heute mehr denn je überzeugt", betonte Winterkorn.
Wachstumstreiber bleibt vor allem das Geschäft in Asien. In China überschritt die Zahl der Auslieferungen im vergangenen Jahr die Marke von 1,9 Millionen Autos. Das waren etwa 37 Prozent mehr als 2009. Der Konzernumsatz stieg um über ein Fünftel auf 126,9 Milliarden Euro. Auch weitere Zukäufe nach der Übernahme der Porsche-Handels-Holding scheinen möglich; VW hat mehr als 18 Milliarden Euro in der Kasse. Belohnt werden sollen auch die Aktionäre: Sie haben Aussicht auf eine Dividende von 2,20 Euro je Stamm- und 2,26 Euro je Vorzugsaktie.
AUDI STARK
Mit rund 3,3 Milliarden Euro war die Ingolstädter Tochter Audi besonders stark am Gesamtgewinn beteiligt. Die tschechische Marke Skoda verbesserte ihr operatives Ergebnis um das Doppelte auf 447 Millionen Euro. Die Luxuslimousinen von Bentley und die Modelle der Tochter Seat sorgten dagegen weiter für rote Zahlen.
Während die britische Nobelmarke auch wegen hoher Investitionskosten auf einen Verlust von 245 Millionen Euro abrutschte, standen die Spanier mit einem Minus von 311 Millionen Euro immerhin etwas besser da als im Vorjahr. Im übernächsten Jahr soll Seat die Gewinnschwelle überschreiten. Die Auslieferungen der Sportwagenmarke Lamborghini blieben 2010 hinter dem Vorjahr zurück.
WINTERKORN: ZUSAMMENSCHLUSS VON VW UND PORSCHE NICHT ZUR DISKUSSION
Der ins Stocken geratene Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche steht nach Ansicht Winterkorns nicht zur Diskussion. "Unabhängig von allen formalen Fragen möchte ich eines festhalten: Der integrierte Konzern wird auf jeden Fall kommen", bekräftigte der Konzernchef. Die Vorbereitungen zur Eingliederung des Stuttgarter Sportwagenbauers lägen "voll im Plan" - trotz der Untreue-Vorwürfe gegen die frühere Porsche-Spitze und komplizierter Steuerfragen.
VW stehe nach wie vor hinter der mit Porsche getroffenen Vereinbarung zu einer Verschmelzung, sagte der Vorstandschef. Nur so sei es möglich, gemeinsame Vorteile bei Produktion, Entwicklung und Absatz voll auszuschöpfen: "Das Team aus Volkswagen und Porsche, das sich jetzt formiert, kann und wird dauerhaft an der Tabellenspitze stehen." Als nächster Schritt steht die bis Ende Mai vorgesehene Kapitalerhöhung bei der Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE an. Sie soll fünf Milliarden Euro in die Kasse spülen. Damit wollen die Stuttgarter einen Teil des enormen Schuldenbergs abbauen, den sie beim gescheiterten Versuch einer VW-Übernahme angehäuft hatten./jap/pöh/dct/DP/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???