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BMW erzielt erstmals Absatzplus in diesem Jahr (AF)

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 12:20 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der Automobilhersteller BMW hat die Talfahrt beim Absatz seiner Fahrzeuge gestoppt. Im September erzielten die Münchner erstmals in diesem Jahr in in einem Monat eine Absatzsteigerung. Die Verkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat weltweit um 0,7 Prozent auf 122.354 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, wie aus einer Unternehmensmitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Dabei konnte BMW den Angaben zufolge Marktanteile im hochpreisigen Premiumsegment hinzugewinnen.
Den Zuwachs beim Absatz hat der Konzern ausschliesslich der britischen Tochtermarke Mini zu verdanken. Im September wurden 24.759 Mini ausgeliefert, 9,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besonders gut lief die Nachfrage nach dem Mini Cabrio sowie dem Einstiegsmodell Mini One. Bei der Kernmarke BMW ging der Absatz dagegen mit 1,2 Prozent auf 97.545 Stück leicht zurück. Die drastische Talfahrt der vergangenen Monate konnte damit aber gestoppt werden. Zuwächse verbuchten die Modelle am unteren Ende der Produktpalette wie der 1er und die Mittelklasse-Baureihe 3er. Auch käme das neue Oberklassemodell 7er und der Roadster Z4 bei den Kunden gut an, hiess es.
Die britische Luxuswagentochter Rolls-Royce bekam dagegen die Wirtschaftsflaute abermals deutlich zu spüren: Im September wurden mit 50 Fahrzeugen weniger als die Hälfte des Vorjahres verkauft. Auch im bisherigen Jahresverlauf hinken die Briten den Vorjahreswerten deutlich hinterher. Mit der Einführung des neuen Modells Ghost im kommenden Jahr hofft Vertriebschef Ian Robertson auf eine Belebung der Nachfrage.
GESAMTJAHR BIS ZU 15 PROZENT UNTER VORJAHR
Für den restlichen Jahresverlauf versprach der Vertriebsvorstand ebenfalls leichte Zuwächse. Dazu beitragen sollen der neue kleine Geländewagen X1 sowie das neue Crossover-Modell 5er Gran Turismo, die Ende Oktober an den Start gehen. Zum Teil dürften die Zuwächse jedoch auf das Konto der schwachen Vorjahreswerte gehen. Im Zuge der Lehman-Pleite waren die BMW-Verkäufe im vergangenen Herbst drastisch eingebrochen. Nach neun Monaten im laufenden Jahr lag der BMW-Absatz konzernweit knapp 16 Prozent unter dem Vorjahr. Insgesamt wurden in dieser Zeit weltweit 939.554 Autos ausgeliefert.
Mit Blick auf das Gesamtjahr sagte Robertson: "Die Chancen stehen gut, dass wir dieses Jahr trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem moderaten Absatzrückgang von nur zehn bis 15 Prozent gegenüber 2008 abschliessen können." Das Management hatte angekündigt, bei einem Absatzrückgang dieser Grössenordnung seien noch schwarze Zahlen erreichbar. Im vergangenen Jahr hatte BMW mit gut 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen die Spitzenposition unter den Premiumherstellern vor Mercedes-Benz und der VW-Tochter Audi verteidigt. Im bisherigen Jahresverlauf steuerten die Münchener im Vergleich zum Stuttgarter Wettbewerber Daimler besser durch die Krise. BMW konnte im zweiten Quartal wieder die Gewinnschwelle überschreiten. Nach sechs Monaten stand noch ein Fehlbetrag von 31 Millionen Euro in den Büchern.
dct/ep/wiz

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