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BNP verdient gut mit Börsenspekulationen - Aktie steigt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 13:20 publiziert

PARIS (awp international) - Die französische Grossbank BNP Paribas hat dank spekulativer Derivategeschäfte im dritten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Der Gewinn sei im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Bank am Donnerstag mit. Die Börse feierte die Nachricht bei allgemein fallenden Kursen mit einem Anstieg der im EuroStoxx 50 notierten Aktie. Der Börsenwert der Bank, die wie beispielsweise die Deutsche Bank zu den Gewinnern der Finanzkrise zählt, stieg um mehr als zwei Prozent auf knapp 64 Milliarden Euro. Die BNP zählt damit zu den teuersten Banken in der Eurozone.
Wegen des hohen Risikos von Kreditausfällen in der Wirtschaftskrise blieb die Risikovorsorge mit 2,3 Milliarden Euro jedoch sehr hoch. Die BNP Paribas erwartet auch für die kommenden Quartale hier keine Entspannung. Anders als zum Beispiel die Commerzbank, die ihre Risikovorsorge zuletzt ebenfalls deutlich hochfahren musste, kann die BNP dies wegen der florierenden Geschäfte in anderen Sparten gut verkraften. Im dritten Quartal profitierte die Bank vor allem von einem starken Investmentbanking.
FORTIS STEUERT KNAPP 300 MIO EURO BEI
Die französische Bank profitierte zwischen Juli und Ende September unter anderem aber auch von den Sparten, die sie von dem im Zuge der Finanzkrise zerschlagenen belgisch-niederländischen Konkurrenten Fortis übernommen hat. Diese steuerten im dritten Quartal einen Gewinn von 277 Millionen Euro bei. Der BNP Paribas werden immer wieder weitere Übernahmeabsichten nachgesagt. Erst in dieser Woche hatte die Tageszeitung "Le Monde" über ein Interesse an der Societe Generale (SocGen) berichtet. Die BNP wies diesen allerdings umgehend zurück.
Die Eigenkapitalquote sei im dritten Quartal von 9,3 auf 10 Prozent gestiegen. Ende September hatte die BNP Paribas ihr Kapital um 4,3 Milliarden Euro erhöht, um die Staatshilfe zurückzahlen zu können. Die kräftigen Gewinne der Banken mit Börsengeschäften nach ihrer Stützung durch den Staat nähren in Frankreich die Befürchtung, dass die Finanzwelt aus der Krise nichts gelernt habe und in Zukunft neue Krisen drohten./hn/zb/wiz

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