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Mex (awp) - Der Verpackungsmaschinen-Hersteller Bobst ist im Geschäftsjahr 2010 dank Einmaleffekten wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ohne Einmaleffekte hätte die Rechnung allerdings ganz leicht im roten Bereich geschlossen, entsprechend wird erneut auch auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet. Nach einem schwierigen Vorjahr hat die sich in einer Reorganisationsphase befindende Gesellschaft immerhin wieder zum Wachstum zurückgefunden, was auch für 2011 prognostiziert wird.
Der EBIT belief sich auf 61,3 Mio CHF und der Reingewinn auf 49,3 Mio CHF. Im Vorjahr hatte noch ein Betriebsverlust von 175,2 Mio CHF resultiert sowie ein Reinverlust von 160,7 Mio CHF.
OHNE SONDEREFFEKTE WEITERHIN VERLUST
Bereinigt um die Kosten für die Transformation der Gruppe von knapp 10 Mio CHF sowie um den Gewinn aus dem Verkauf des Fabrikgeländes in Prilly von gut 77 Mio CHF hätte der Betriebsverlust bei 4,3 Mio und der Reinverlust bei 1,8 Mio CHF gelegen. Der entsprechende bereinigte Betriebsverlust für das Vorjahr lag noch bei 106,1 Mio CHF. Insgesamt beeinflussten die Einmaleffekte den operativen Gewinn mit gut 65 Mio CHF positiv.
Weil lediglich dank der Einmaleffekte ein Gewinn ausgewiesen wurde, soll erneut auf eine Dividende verzichtet werden. Letztmals zahlte Bobst für 2007 eine Dividende von 3,50 CHF aus.
Der Umsatz stieg um rund 21% auf 1'280 Mio CHF, wie bereits Mitte Februar mitgeteilt wurde. Die deutlichen Fortschritte waren vor allem auf den Geschäftsbereich Sheet-fed zurückzuführen, der bei einem Umsatzanstieg um gut einen Drittel auf 625,7 Mio CHF den Betriebsverlust auf -0,1 Mio CHF drastisch reduzierte. Deutliche Verbesserungen resultierten auch in den Geschäftssegment Web-fed und Services.
Der kommenden Generalversammlung stellt sich Christian Engel nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung. Thierry de Kalbermatten hingegen ist zur Wahl für eine weitere Amtsperiode nominiert.
UMSATPROGNOSE BESTÄTIGT - 2011 GEWINN ERWARTET
Für das laufende Jahr stellt das Management weiterhin einen Umsatz von 1,3 bis 1,4 Mrd CHF in Aussicht. Die Prognose werde durch den Bestellungseingang im ersten Quartal gestützt, welcher um 5 bis 10% über dem Vorjahr liege, sagte CEO Jean-Pascal Bobst vor den Medien in Mex.
Die Endmärkte Faltkarton und Wellkarton befänden sich in den Industrieländern wieder auf einem guten Niveau, so der CEO. Allerdings sei hier das Wachstumspotential beschränkt. Eine starke Nachfrage mit einem guten Wachstum sieht er in den Ländern Brasilien, Indien und China (BIC) sowie allgemein in den Wachstumsmärkten. Im Kundenmarkt Flexible Materialien würden die Kunden wieder eine steigende Nachfrage sehen, wobei sich diese auch hier von den industrialisierten Ländern in die BIC-Staaten verschiebe.
"Das Jahr 2011 wird allerdings ein Übergangsjahr", fügte er an und verwies dabei auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Währungsentwicklung, welche er als "extrem volatil" bezeichnete. Aber auch die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Katastrophe in Japan sowie mit den politischen Unruhen im Nahen Osten brächten zusätzliche Unsicherheit.
Weiter erwartet Bobst für das Geschäftsjahr 2011 eine Verbesserung des bereinigten operativen Ergebnisses. "Natürlich erwarten wir, dass wir hier wieder in die Gewinnzone kommen", sagte Finanzchef Christian Budry. Der ausgewiesene EBIT von 61,3 Mio CHF werde aber etwas zurückgehen. Aus dem laufenden Transformationsprozess der Gruppe sollen im Jahr 2011 Kostenersparnisse von rund 70 bis 80 Mio CHF resultieren, im Jahr 2012 sollen sich diese dann auf gegen 100 Mio CHF belaufen. Vor einem Jahr hatte Bobst bereits für 2011 Einsparungen von 100 Mio CHF in Aussicht gestellt.
An der Börse tendieren Bobst in einem freundlichen Gesamtmarkt 0,2% tiefer bei 42 CHF. Analysten zufolge sich die Ergebnisse etwas besser als erwartet ausgefallen, es sei aber noch keine Anzeichen einer beschleunigten Ertragserholung sichtbar.
cf/ra

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