Navigation

Bombardier kommt mit blauem Auge durch Krisenjahr

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 16:40 publiziert

MONTREAL (awp international) - Der weltgrösste Bahntechnikhersteller Bombardier ist im Krisenjahr 2009 mit einem blauen Auge davon gekommen. Probleme bereitete vor allem der zweite Bereich des Konzerns, der Flugzeugbau. Der Gewinn des Unternehmens, das im Bahnbereich zu den grössten Konkurrenten von Siemens gehört, sank im Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende Januar) um rund 30 Prozent auf 707 Millionen Dollar (rund 524 Mio Euro). Der Umsatz fiel um 1,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Montreal mitteilte. Experten hatten mit etwas besseren Zahlen gerechnet. Die Aktie, die zuletzt stark gestiegen war, büsste in den ersten Handelsminuten knapp vier Prozent ihres Wertes ein.
Im Bau von kleinen bis mittelgrossen Verkehrsmaschinen kämpft das Unternehmen mit sinkenden Verkaufspreisen. "Gerade angesichts der schwachen Konjunktur haben wir ein gutes Ergebnis abgeliefert", sagte Bombardier-Chef Pierre Beaudoin. Bombardier profitierte dabei wie andere Hersteller von Flugzeugen und Zügen von einem dicken Auftragsbuch. Dieses schmolz im Jahresverlauf um neun Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar ab. Bombardier erreichte im vergangenen Jahr das selbst gesetzte Ziel einer Marge von sechs Prozent beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Bis 2014 soll dieser Wert auf acht Prozent gesteigert werden.
In Deutschland gehört die Deutsche Bahn (DB) zu den Kunden von Bombardier. Hier hatte das kanadische Unternehmen in den vergangenen Jahren wie der Konkurrent Siemens Probleme mit dem ICE 3. Bei den Hochgeschwindigkeitszügen tauchten Fehler an den Achsen aus. Im Herbst 2009 konnten jedoch die Bahn, Siemens und Bombardier den Streit über die Sanierung der Zugflotte beilegen. Über die Höhe und Verteilung der Kosten schwiegen sich die Beteiligten jedoch aus. Branchenexperten gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus./zb/DP/fn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?