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Boomende Exporte der Maschinenindustrie

Auch die Verpackungsindustrie profitiert vom Export-Boom. (David Adair, ex-press)

Die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat ein gutes Jahr hinter sich. Mit fast 15% mehr Exporten als 2005 war sie besonders in diesem Bereich erfolgreich.

Auch für das Jahr 2007 erwartet die Industrie weiterhin ein positives Wachstum.

Dank einer soliden Binnennachfrage und einem starken Wachstum der Weltwirtschaft verzeichnet der grösste Industriezweig, die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM), erneut ein starkes Wachstum.

Die Branche profitierte vor allem in der ersten Hälfte 2006 vom grossen Nachholbedarf bei den Investitionsausgaben, teilt der Dachverband mit.

Sie beschäftigte im letzten Jahr insgesamt 318'500 Personen, 2,9% mehr als im Vorjahr.

Ausgezahlt habe sich für die Schweizer Firmen, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren durch tiefgreifende Restrukturierungen verbessert hätten, schreibt Swissmem.

Wachstum in neuen EU-Ländern

Einen eigentlichen Boom erfuhren die Exporte. Sie erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 14% auf 69,8 Mrd. Franken. Zweistellige Wachstumsraten verzeichneten die Exporte in die EU und in einige andere europäische Märkte.

Für die beiden grössten neuen EU-Länder, Polen und Tschechien, betrugen die Exportzunahmen sogar 24,6 bzw. 20,3%. Begünstigt worden seien diese Exporte durch das Osthilfegesetze, das die Schweizer Stimmbevölkerung im letzten Jahr angenommen hatte.

Die Ausfuhren in die USA erhöhten sich um 8,3% gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Umsätze der 290 Swissmem-Meldefirmen nahmen zu, nämlich um 10,9%, wobei auch hier der Umsatz im Ausland mit 12,9% deutlich stärker zunahm als im Inland mit 4,5%.

Die Auftragseingänge stiegen sogar um 20,1%, - jene aus dem Ausland um 22%, die inländischen um 10,3%. Damit liegt die Exportquote nun bei 81,1%.

Optimistische Prognosen

Bei guten Aussichten für die Schweizer Konjunktur und starken Impulsen des europäischen und speziell des osteuropäischen Marktes erwartet die Branche auch für 2007 ein Wachstum.

"Die Kapazitäten sind breit ausgelastet, und der Auftragsbestand reicht weit bis ins Jahr 2007 hinein", sagte Swissmem-Direktor Hans-Ulrich Bigler vor den Medien.

Grösster Unsicherheitsfaktor sei der Verlauf der Weltkonjunktur. Eine Aufwertung des Schweizer Frankens würde sich dämpfend auf die Auftragslage der exportorientierten Firmen auswirken.

Politische Botschaften

Der Dachverband der Branche äusserte sich auch zur aktuellen energiepolitischen Diskussion. Swissmem-Präsident Johann N. Schneider-Ammann rief die Stromwirtschaft auf, mit Entscheiden für Rahmenbewilligungs-Gesuchen für Kernkraftwerke nicht mehr zuzuwarten.

Absehbar sei eine Stromversorgungslücke. Deshalb forderte er ein "Bekenntnis und den starken Willen aller, einen strategischen Entscheid für den Ausbau der Kernkraft zu fällen".

Die Vernehmlassungsvorlage zum Cassis-de-Dijon-Gesetz begrüsst Swissmem.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Swissmem repräsentiert heute 925 Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in der Schweiz.

Für die Umfrage über die Auftragseingänge im Jahr 2006 meldeten sich 290 Swissmem-Firmen.

Dieser Industriezweig ist in Bezug auf die Exporte bedeutender als die Pharma- und Uhrenindustrie.

Deutschland ist mit 17,4% der wichtigste Abnehmermarkt.

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Fakten

MEM-Exporte 2006: 69,8 Mrd. Fr. (13,9% mehr als 2005)

Die MEM-Umsätze 2006: 10,9% mehr als 2005

MEM-Beschäftigungszahlen 2006: 318'499 (2,9% mehr als 2005)

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