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Zug (awp) - Die Bossard Holding AG hat im ersten Semester 2010 den Umsatz wie bereits im Juli angekündigt markant gesteigert. Betriebs- und Reingewinn liegen um ein Mehrfaches über den Vorjahreswerten, entsprechend hat sich auf die Marge wieder deutlich verbessert. Nach der Schwächephase im Vorjahr steuert das Unternehmen dank der getroffenen Kostensenkungsmassnahmen bereits im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordgewinn zu.
Der Umsatz wurde um 18,5% auf 244,0 Mio CHF gesteigert, entsprechend einem Plus von 21,5% in Lokalwährungen. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT hat sich auf 25,6 Mio CHF mehr als verdreifacht, die EBIT-Marge kletterte auf 10,9 (3,9)%, wie das Schraubenhandels- und Logistikunternehmen am Dienstag mitteilt.
Der Reingewinn vervierfachte sich auf 22,4 Mio CHF, trotz einer betriebsfremden Belastung von 0,8 Mio CHF. Dabei handle es sich einerseits um nicht aktivierbare Leistungen im Zusammenhang mit den erworbenen Namens- und Marketingrechten für das neue Zuger Eishockeystadion, andererseits sei darin der Gewinn aus dem Verkauf von Anteilen einer Minderheitsbeteiligung enthalten.
Die Umsatzwachstumsraten hat Bossard bereits Anfang Juli veröffentlicht, ohne dabei allerdings konkrete Zahlen zum Umsatz zu nennen. Alle drei Marktregionen hätten ein deutliches Wachstum erzielt, heisst es heute. Der Hauptgrund für die markante Umsatzsteigerung seien die deutlich schnellere Erholung der Märkte und die damit verbundene Nachfrage nach Verbindungselementen.
Damit hat Bossard die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 24,1 Mio CHF und für den Reingewinn bei 19,6 Mio CHF.
In Europa erreichte Bossard einen Umsatz von 133,9 Mio CHF, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 18,6%. In Amerika beliefen sich die Verkäufe auf 66,4 Mio CHF und in Asien auf 41,7 Mio CHF, was Wachstumsraten in Lokalwährungen von 12,0% bzw. 55,4% entspricht.
Den markanten Gewinnsprung begründet Bossard mit dem klar höheren Umsatz und dem "weiterhin konsequenten Kostenmanagement". Es sei zudem gelungen, gleichzeitig die Kosten zurückzufahren, interne Synergien zu nutzen und gleichzeitig nahe bei den Kunden und für den Aufschwung bereit zu sein.
Das "überdurchschnittliche Ergebnis" habe sich zudem auch positiv auf die Nettoverschuldung ausgewirkt, welche auf 36,5 Mio CHF nochmals leicht reduziert worden sei. Es sei gelungen, das Umsatzwachstum gänzlich durch den Geldfluss aus Betriebstätigkeit zu finanzieren, ohne dass dabei das Nettoumlaufvermögen zugenommen habe.
Die Bestellungseingänge für das zweite Semester würden zuversichtlich stimmen, obwohl die jüngst publizierten Einkaufsmanagerindizes und Konjunkturdaten auf eine leichte Abschwächung des weltweiten Wachstums hinweisen würden, heisst es im Ausblick.
Für das Gesamtjahr 2010 werde ein Umsatz zwischen 465 und 475 Mio CHF angestrebt. Zudem dürfte das Rekordergebnis von 2008 in der Höhe von 32,4 Mio CHF übertroffen werden. Damit zeigt sich das Unternehmen noch etwas optimistischer als noch Mitte April. Damals hiess es lediglich, ein Umsatz zwischen 400 und 450 Mio CHF sei möglich.
cf/cc

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