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Botschafter Borer klagt

Mirt einer Narrenkappe auf dem Kopf lässt sich Botschafter Borer in Berlin zu einem Preis gratulieren.

(Keystone)

Der Schweizer Botschafter in Berlin will nach Medienberichten über sein Privatleben mit rechtlichen Schritten gegen den Ringier-Verlag vorgehen. Das EDA begrüsst die Klage.

Botschafter Thomas Borer gab am Donnerstag bekannt, er werde unter anderem wegen Verletzung seiner Privatsphäre klagen. Er habe Anwälte in Deutschland und der Schweiz mit diesem Schritt beauftragt. Die Klage richte sich gegen alle, die an dieser "enormen Verletzung" beteiligt seien.

Ringier hält an Darstellungen fest

Er und seine Frau hätten die Medien mehrmals aufgefordert, ihre Privatsphäre zu respektieren, sagte Borer weiter. Dieser Aufforderung sei aber keine Folge geleistet worden, insbesondere nicht durch die Boulevardzeitung Blick.

Der Ringier-Verlag nehme Borers rechtliche Schritte zur Kenntnis, sagte Verlags-Sprecher Fridolin Luchsinger auf Anfrage. An den Darstellungen im "SonntagsBlick" und im "Blick" werde aber festgehalten.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten begrüsse die Klage, sagte EDA-Sprecher Ruedi Christen. "Wir hoffen, dass damit die Affäre geklärt wird". Das EDA führe diesbezüglich auch Gespräche mit Borer. Bundesrat Joseph Deiss wird erst am 7. April von seinem Arbeitsbesuch in Zentralasien zurückkehren. Danach werde er Borer zur Rede stellen, sagte Christen gegenüber dem Blick.

"SonntagsBlick" und "Blick" hatten über angebliche private Kontakte Borers zu einer 34-jährigen Berlinerin berichtet. Borer habe die Frau nächtens in die Schweizer Botschaft eingeladen. Der Botschafter hatte den Besuch im Botschaftsgebäude abgestritten. Am Donnerstag veröffentlichte der "Blick" erneut ein Interview mit der Frau. Darin war auch die Rede von einer intimen Beziehung mit Borer.

swissinfo und Agenturen


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