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Botschafterkonferenz "ein voller Erfolg"

Mit dem traditionellen Ausflug in die Heimat des Bundespräsidenten im Berner Oberland ist am Freitag (25.08.) die Botschafterkonferenz 2000 zu Ende gegangen. Die Teilnehmer bezeichneten die Konferenz als vollen Erfolg.

Dieser Inhalt wurde am 25. August 2000 - 15:17 publiziert

"Die meisten Teilnehmer sprachen von der besten Konferenz seit 100 Jahren", sagte Georges Martin vom Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der den diesjährigen Anlass organisiert hatte. Die Teilnehmenden hätten es geschätzt, dass neben wirtschaftlicher auch über politische Interessenwahrung der Schweiz gesprochen wurde.

Beim Thema Wirtschaft ging es in erster Linie um das neue Exportförderungskonzept des Bundes. Die 40 Mio. Franken, die in den kommenden drei Jahren für die Exportförderung bereit gestellt werden, sollen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu Gute kommen.

Zu Gesprächen mit KMU-Vertretern reisten die Botschafterinnen und Botschafter nach Neuenburg, Luzern, in die Region Oberaargau/Emmental und in die beiden Basel.

Verschiedene Welten

Die Schweizer Botschafter hätten bemerkt, wieviel Arbeit dabei noch zu tun sei, sagte Martin. "Die KMU wissen meistens überhaupt nicht, was eine Botschaft für sie tun kann. Wir haben gesehen, dass die Leute hier in verschiedenen Galaxien leben."

Die Botschafter hätten sich gegenüber den KMU zwar sehr offen gezeigt. Bisher habe aber seitens der KMU-Vertreter eine grosse Schwellenangst bestanden. Das werde sich jetzt sicher ändern, da die Leute die Diplomaten "in Fleisch und Blut erlebt haben."

Das Thema UNO

In den Regionen habe man auch feststellen müssen, wie wenig die Leute das Thema UNO interessiert. "Die UNO ist für die KMU- Vertreter Mittelalter. Sie wollen keine Zeit verlieren, indem sie darüber sprechen, obwohl sie für einen UNO-Beitritt der Schweiz sind."

Martin führt das mangelnde Interesse darauf zurück, dass die UNO die wirtschaftlichen Interessen nicht klar betone. Das Verhältnis zwischen UNO und Wirtschaft sei aber viel enger als früher. Den Leuten müsse klar gemacht werden, dass sich "die Zeiten geändert haben."

Dialog der Kulturen

Auf ein positives Echo bei den Botschafterinnen und Botschaftern stiessen laut Martin auch die politischen Diskussionen. Zum Thema "Dialog der Kulturen" fand ein Gespräch mit einem muslimischen Theologen aus Marseille statt, der für eine Trennung von Religion und Staat auch in islamischen Ländern plädierte.

Daraus seien wertvolle Impulse gewonnen worden, welche Möglichkeiten die Schweiz habe, den "Kampf zwischen den Kulturen zu vermindern." Diesem Thema ist das UNO-Jahr 2001 gewidmet, das von der Schweiz finanziell unterstützt wird.

Im Rahmen eines Workshops mit Philippe Roch diskutierten die Botschafter zudem über internationale Umweltpolitik. Der Chef des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft forderte die Diplomaten auf, noch mehr Informationen zur Umweltsituation in den jeweiligen Ländern nach Bern zu liefern.

swissinfo und Agenturen

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