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LONDON (awp international) - Der scheidende BP-Chef Tony Hayward will sich nicht noch einmal von US-Senatoren auf den Zahn fühlen lassen. Er habe "zu viel zu tun", sagte am Mittwoch ein BP-Sprecher in London. Ein Senatsausschuss im US-Kongress in Washington wollte Hayward dazu befragen, ob BP die vorzeitige Freilassung des libyschen Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi aktiv mitbetrieben hat, um anschliessend einen milliardenschweren Ölförderungsvertrag mit Libyen abschliessen zu können. Der ehemalige britische Justizminister Jack Straw hat es ebenfalls abgelehnt, dafür nach Washington zu kommen, genauso wie Mitglieder der schottischen Regionalregierung in Edinburgh.
Senator Robert Menendez, der den zuständigen Ausschuss leitet, bezeichnete die Haltung der Briten als "äusserst enttäuschend". Die Zeitung "The Guardian" zitierte ihn mit den Worten: "Sie mauern." Hayward sei offenbar mehr an seiner Millionen-Abfindung interessiert als an der Klärung der Frage, "ob das Unternehmen einen Handel "Blut gegen Öl" befürwortet hat"./cd/DP/wiz

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