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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Ab dem 27. April sollen in der Schweiz alle wieder eine anständige Frisur tragen können. Der Bundesrat hat erste Lockerungen des Coronavirus-Lockdown bekanntgegeben.

Herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie gesund!

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2020 - 17:00 publiziert
sda-ats

Der Coronavirus-Lockdown in der Schweiz wird schrittweise gelockert. Das hat der Bundesrat heute bekanntgegeben.

Lange haben wir in der Schweiz auf diesen Tag gewartet. Der 16. April, der Tag, an dem der Bundesrat (Landesregierung) erste Lockerungen der Coronavirus-Massnahmen verkünden sollte. Nun sind sie da: Am 27. April wieder öffnen dürfen Coiffeure, Therapie- und Kosmetikstudios, Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien. Und Spitäler dürfen wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sagte heute, die Massnahmen hätten Wirkung gezeigt: "Die Ausbreitung des Coronavirus wurde gebremst. Unsere Spitäler wurden nicht überlastet." Es gelte natürlich, jetzt weiterhin die Distanz- und Hygienemessnahmen einzuhalten.

Bevor die Läden öffnen können, müssen sie ein überzeugendes Schutzkonzept vorlegen, wie die Kundschaft und die Angestellten geschützt werden. Als zweiter Schritt sollen am 11. Mai die Schulen wieder geöffnet werden. Und falls die Situation es erlaube, sei für den 8. Juni ein weiterer Schritt in Richtung Normalität geplant.

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Sind Sie in der gegenwärtigen Situation auch allein? Könnte vielleicht ein Haustier die Lösung sein? Das scheinen sich in der Schweiz viele zu denken. Aber Vorsicht…

Die Schweizer Tierheime werden gegenwärtig regelrecht überrannt. Viele suchen sich einen Hund, ein Kätzchen oder Meerschweinchen gegen die Einsamkeit. Umgekehrt werden Tiere in der gegenwärtigen Situation kaum mehr in Heimen abgegeben, berichtet heute der Blick.

Doch Tierschützer warnen: Sich einen Hund oder eine Katze zu holen, sollte keine spontane Entscheidung sein. Sie befürchten, dass nach dem Lockdown viele der vermittelten Tiere wieder in den Heimen landen. Man solle sich deshalb fragen: "Habe ich ausreichend Zeit für das Tier, auch nach der Corona-Krise, wenn die Zeit des Homeoffice vorbei ist?", zitiert der Blick eine Tierschützerin.

Deshalb bieten zahlreiche Tierheime trotz der vielen Anfragen derzeit keine Tieradoptionen an. Schliesslich gehe es ihnen prinzipiell nicht darum, die Tiere vorübergehend unterzubringen, sondern für immer ein Zuhause für Schnurrli oder Bello zu finden.

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Eine andere Möglichkeit, der Einsamkeit zu entfliehen, wäre Online-Dating. Doch dieses bleibt in Zeiten von Corona für viele zu abstrakt.

"Ich beneide meine Freunde, die sich jeden Abend zu ihrem Schätzeli aufs Sofa kuscheln können", sagt eine Single-Frau in der Neuen Zürcher Zeitung. Deshalb versucht sie es jetzt mit Online-Dating. Sie ist damit nicht allein: So sind bei Tinder die Nachrichten um knapp 25% gestiegen.

Alleinsein sei viel schwieriger, wenn man daheim bleiben müsse, so die NZZ. "Nur die eigenen vier Wände, die eigene Langeweile." Da könne man sich von einem Flirt auf Tinder oder ähnlichen Apps möglicherweise etwas Abhilfe versprechen.

Trotz allem kann digitales Flirten die körperliche Nähe aber nicht ersetzen. Deshalb der Tipp einer Psychiaterin: Man könne sich etwa auch zu Hause schön anziehen, sich pflegen, sich schminken. Und allgemein sei wichtig, sich den Tag einzuteilen und eine gewisse Struktur zu haben. Was natürlich nicht nur für Singles gilt.

Keystone / Daniel Reinhardt

Der Lockdown, wo auch immer, kann das Leben gerade für Expats noch schwieriger machen. Denn viele hatten vielleicht noch nicht die Zeit, in ihrer Wahlheimat ein soziales Netzwerk aufzubauen. Einige von Ihnen, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, haben uns berichtet.

Malou Follonier muss wegen der Coronavirus-Krise ihr Leben in Spanien in Frage stellen. Sobald als möglich will die Schweizerin, die in einem kleinen Dorf in der Nähe von Alicante lebt, zurück in die Heimat kommen. "Ich fühle mich sehr einsam, aber man gewöhnt sich daran. Es ist für alle gleich", sagt sie.

"Die lokalen Beziehungen werden aufrechterhalten und viele Beziehungen mit Schweizern intensivieren sich sogar", schreibt ein anderer Nutzer, der ebenfalls in Spanien lebt. Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer nutzen diese Zeit ausserhalb ihres normalen Tagesablaufs, um sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Das scheint ihnen recht gut zu gelingen.

Die Aargauer Zeitung befragte ebenfalls einige Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zu ihrem Befinden in ihren jeweiligen Wohnländern. Darunter auch Paula Lacorte, die in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro als Ärztin für Infektiologie in drei Spitälern arbeitet und sich dort leider mit dem Virus angesteckt hat. "Mir geht es inzwischen besser, ich bin auch jung", sagt sie.

sda-ats

Haben Sie die Sommerferien schon gebucht? Dann gibt es gewisse Dinge, die Sie wissen sollten.

Aufgepasst: Wer jetzt aussteigt, muss die Konsequenzen selber tragen. So warnt heute die Handelszeitung davor, bereits jetzt vorsorglich die Sommerferien zu annullieren. Denn sonst könnte es statt in südliche Gefilde vielleicht ganz schön ins Geld gehen.

Für Ferien im Hochsommer sei noch nicht klar, ob sie durchgeführt werden können oder nicht. Und in diesem Fall gelten derzeit die normalen vertraglichen Bestimmungen. "Es lohnt sich, die Vertragsbedingungen zu studieren, bis wann welche Stornierungskosten anfallen", zitiert das Blatt einen Experten.

Besser sei, jetzt abzuwarten, ob der Veranstalter die Reise von sich aus absage, betont ein anderer Experte. In diesem Fall werde der Reiseveranstalter ersatzpflichtig. Und wenn die Ferien dann wirklich ins Wasser fallen würden, müsse eine Ersatzreise angeboten oder die Kosten erstattet werden.

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